Mehr Geburten im Thurgau

Es gibt wieder mehr Geburten jüngerer Mütter im Thurgau (Symbolbild).
Es gibt wieder mehr Geburten jüngerer Mütter im Thurgau (Symbolbild). © Thurgauer Zeitung/Susann Basler
Seit zehn Jahren nehmen im Kanton Thurgau die Geburtenzahlen wieder zu. Auch letztes Jahr wurden erneut mehr Babys geboren. Die Zahl Neugeborener mit Schweizer Nationalität legte dabei zu. Und die Mütter werden wieder jünger.

Im Jahr 2015 kamen 2‘785 Babys mit Wohnsitz im Kanton Thurgau auf die Welt. Das sind 121 Neugeborene mehr als im Vorjahr. Der Zuwachs fiel mit 4,5 % zwar etwas schwächer aus als 2014 (+7,0 %), bleibt aber deutlich über der gesamtschweizerischen Zunahme von 1,5 %.

Seit 2005 Zunahme

Bereits seit 2005 nehmen im Thurgau die Geburtenzahlen wieder zu – abgesehen von zwei Ausnahmen in den Jahren 2008 und 2011. Trotzdem bleiben sie noch immer hinter den Werten von Anfang der 1990er-Jahre zurück. Damals wurden jährlich über 3‘000 Kinder geboren. Aufgrund der höheren Geburtenzahl stieg der Geburtenüberschuss (Geburten minus Todesfälle) von 706 Personen im Jahr 2014 auf 844 Personen im Jahr 2015. So hoch war er zuletzt vor über 15 Jahren gewesen.

Weniger ausländische Babies

Drei von vier Neugeborenen waren 2015 Schweizer Nationalität. Dies entsprach 2’088 Babys. Während die Zahl der neugeborenen Schweizerinnen und Schweizer um 6,7 % zulegte, nahm diejenige der Neugeborenen ausländischer Nationalität leicht ab (-1,6 %). Am meisten ausländische Neugeborene hatten eine deutsche (215 Kinder) oder mazedonische Nationalität (101 Kinder). Danach folgten Portugal und Italien (58 bzw. 51 Kinder).

Seit den 1990er-Jahren ist der Geburtenüberschuss in der ausländischen Wohnbevölkerung klar höher als bei den Thurgauerinnen und Thurgauern mit Schweizer Pass. Zuletzt ist jedoch jener der inländischen Bevölkerung deutlich gestiegen.

Erstgebärende werden wieder jünger

In den letzten Jahrzehnten ist das Durchschnittsalter der Mütter bei der ersten Niederkunft stark gestiegen. Um die 1990-er Jahre waren die Mütter bei der ersten Geburt noch rund 26 Jahre alt, heute sind sie gut drei Jahre älter (2015: 29,4 Jahre). Thurgauerinnen schweizerischer Nationalität bringen aber bereits seit vier Jahren wieder leicht früher das erste Kind zur Welt. Bezogen auf alle Geburten gibt es im Kanton Thurgau etwas weniger Spätgebärende als in der Gesamtschweiz. 2015 hatten 22,7 % der Neugeborenen eine 35-jährige oder ältere Mutter, in der Schweiz waren es 31,2 %.

Mia, Leonie, Levin und Nevio

Die Vornamen der Neugeborenen sind sehr verschieden. Für die 2‘785 Neugeborenen wurde im Kanton Thurgau höchstens 24 Mal der gleiche Vorname gewählt. Bei den Mädchen war Mia am beliebtesten (24 Kinder), gefolgt von Leonie (18), Alina (17), Julia und Lena (je 15). Bei den Knaben wurden Levin und Nevio am häufigsten gewählt (je 18), vor Liam (16), Elia (15) und Andrin (14).

(red/pd)


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