Mehr Raser wegen «Fast & Furious»-Kinostart

Von Fabienne Engbers
Wenn «Fast & Furious» im Kino läuft, sind die deutschen Verkehrspolizisten auf Achse. (Symbolbild)
Wenn «Fast & Furious» im Kino läuft, sind die deutschen Verkehrspolizisten auf Achse. (Symbolbild) © iStock
Der neue «Fast & Furious» kommt heute Donnerstag in die Schweizer Kinos. In Deutschland bereitet sich die Polizei auf mehr Raser vor. Die Kantonspolizei St.Gallen sieht dem gelassen entgegen.

Wer wäre nicht gern einer der Helden aus «Fast & Furious» und könnte durch die ganze Stadt rasen? Kommt jeweils ein neuer Streifen ins Kino, muss sich die deutsche Polizei darauf vorbereiten. Laut dem «WDR» führt die Polizei in Wuppertal und Solingen vermehrt Strassenkontrollen durch, wenn «Fast & Furious 8» am Donnerstag in den Kinos anläuft. Die Kantonspolizei St.Gallen kennt dieses Problem nicht.

St.Gallen macht keine Extra-Kontrollen

Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass der Film Tuner und Raser anziehe, die ihren Filmidolen nacheifern, schreibt das NRW-Innenministerium laut dem «WDR». Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen, kennt dieses Problem nicht. «Wir führen keine verschärften Kontrollen durch», sagt er.

In Deutschland seien die Regeln für Tuner allerdings auch liberaler als in der Schweiz, daher würden dort Kontrollen möglicherweise auch mehr Sinn ergeben.

Schnellfahren ist eher wetterbedingt

Werden zurzeit Raser von der Kantonspolizei St.Gallen gestoppt, liegt ihre Inspiration kaum im Actionfilm. «Meistens ist das Rasen wetterbedingt. Auch der Ferienstart verleitet die Ostschweizer dazu, vielleicht etwas mehr aufs Gaspedal zu drücken», so Schneider.

«Den Schweizer Tuningfans ist allgemein gut bekannt, was sie dürfen und was nicht», sagt Florian Schneider. Die Kantonspolizei St.Gallen kontrolliert getunte Autos regelmässig unter dem Jahr in den allgemeinen Verkehrskontrollen.

Trend zur Unterbodenbeleuchtung

Der Actionfilm «Fast & Furious» hat die Tuningszene in den vergangenen Jahren aufgewühlt. So löste der erste Teil zum Beispiel einen grossen Hype für Unterbodenbeleuchtungen aus (man beachte das grüne Auto im untenstehenden Video). Diese waren im Film damals sehr prominent vertreten. «Jeder musste sowas haben», erinnert sich Florian Schneider.

In der Schweiz sind solche Beleuchtungen allerdings verboten. «Wir mussten damals unsere Kontrollen verschärfen und haben etliche Autofahrer verzeigt», sagt Schneider. Allgemein empfiehlt er Tunern, eine Garage aufzusuchen, die etwas von ihrem Handwerk versteht. So kommt man auch mit dem Gesetz nicht in Konflikt.

Der Trailer zum aktuellen achten Teil der «Fast & Furious»-Reihe:

(enf)


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