Mehr Züge für die Ostschweiz

Mehr und schnellere Verbindungen von Zürich in die Ostschweiz: Das bringt der neue SBB-Fahrplan.
Mehr und schnellere Verbindungen von Zürich in die Ostschweiz: Das bringt der neue SBB-Fahrplan. © KEYSTONE/Regina Kuehne
Der Fahrplan 2019 bringt schnellere und mehr Verbindungen in die Ostschweiz. Zwischen St.Gallen und Zürich verkehren in Zukunft vier Züge pro Stunde, in Kreuzlingen und Romanshorn gibt es neue Anschlüsse.

In den Stosszeiten verkehren mit dem Fahrplan 2019 ab dem 9. Dezember 2018 jeweils vier Züge zwischen St.Gallen und Zürich. Ausserdem wird die Verbindung zwischen Zürich und Romanshorn bis zu vier Minuten schneller.

Ausbau Winterthur-Weinfelden

Die schnellere Verbindung und neue Anschlüsse werden durch den Ausbau der Strecke zwischen Winterthur und Weinfelden ermöglicht. Mit dem neuen Fahrplan entsteht ausserdem eine direkte Verbindung zwischen Konstanz und Luzern, die über Zürich führt.

Vier Züge zwischen Zürich und St.Gallen

Während momentan zu allen Zeiten drei Züge von St.Gallen nach Zürich fahren, davon einer direkt bis Winterthur, sollen mit dem neuen Fahrplan in den Stosszeiten vier Züge nach Zürich fahren. Der Zusatzzug soll ebenfalls ohne Halt bis Winterthur fahren und nur Montag bis Freitag in den Stosszeiten. Zwischen Winterthur und Zürich soll es ebenfalls mehr Verbindungen geben und auch zwischen Winterthur und Stein am Rhein verkehrt ab Dezember ein Zug im Halbstundentakt.

Grösster Fahrplanwechsel seit 1982?

Bereits im Mai 2017 hat die SBB den grössten Fahrplanwechsel seit Einführung für den Kanton Thurgau versprochen. Die S-Bahnlinien zwischen Weinfelden und St.Gallen, zwischen Weinfelden und Romanshorn und zwischen Weinfelden und Wil sollen ab 2019 im Halbstundentakt statt nur im Stundentakt fahren, schrieb Thurbo damals.

Ausserdem soll eine neue schnelle S-Bahn zwischen Weinfelden und Romanshorn mit Halt in Amriswil eingeführt werden. Dies bedeutet, dass in Zukunft im Viertelstundentakt ein Zug zwischen Weinfelden und Romanshorn verkehren wird, jeweils zwei Bummler und zwei Schnellzüge. An der heutigen Pressekonferenz wurden diese Zusatzverbindungen allerdings nicht explizit vorgestellt, da die regionalen Verbindung in die Zuständigkeit des Netzbetreibers Thurbo fällt.

Mehr Busse statt Züge nach München

In der Westschweiz steht ein Meilenstein an: Mit der Einführung des Viertelstundentaktes zwischen Lancy-Pont-Rouge und Coppet wird die erste Etappe des Léman Express realisiert.

Im Fernverkehr müssen die SBB zwangsweise auf mehr Busse setzen. Auf der Strecke Zürich-St.Gallen-München wird der deutsche Abschnitt zwischen Geltendorf und Lindau D ausgebaut und elektrifiziert.

Wegen dieser umfangreichen Arbeiten wird das EuroCity-Angebot von vier auf drei Zugpaare pro Tag reduziert. Als Ersatz wird das Angebot der InterCity-Busse ergänzt. Nach Abschluss dieser Arbeiten Ende 2020 verkehren zwischen Zürich und München täglich sechs Züge hin und zurück. Die Reisezeit wird sich von heute viereinhalb auf dreieinhalb Stunden verkürzen, dementsprechend benötigt man zukünftig von St.Gallen nach München noch zweieinhalb Stunden.

Halbstundentakt von St.Gallen nach Sargans

An der heutigen Pressekonferenz haben die SBB auch einen weiten Blick in die Zukunft gewagt. So soll ab 2025 der Halbstundentakt zwischen Sargans und St.Gallen realisiert werden.

Die SBB stellen den Fahrplanentwurf am 28. Mai online. Bis 17. Juni können dann allfällige Fahrplanbegehren und Unstimmigkeiten in den Entwürfen gemeldet werden.

(enf/SDA)


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