Meisterschaftsstart nach Mass für den FC Luzern

Luganos Ezgian Alioski (rechts) im Zweikampf mit Claudio Lustenberger
Luganos Ezgian Alioski (rechts) im Zweikampf mit Claudio Lustenberger © KEYSTONE/TI-PRESS/GABRIELE PUTZU
Der Sieger des allerersten Super-League-Spiels der Saison 2016/17 ist der FC Luzern. Die Innerschweizer gewinnen mit einigem Glück in Lugano 2:1.

In der Erfolgsbilanz der Spiele gegen Lugano knüpften die Luzerner an die vergangene Saison an, als sie aus vier Meisterschaftsspielen zwei Siege und zwei Remis herausholten – während Lugano im Gegenzug den Cup-Halbfinal in Luzern gewann.

Die Mannschaft von Coach Markus Babbel konnte nebenbei die Serie von sieben Spielen ohne Niederlage aus der letzten Saison weiterziehen, musste dafür aber recht viel Glück in Anspruch nehmen.

Als Luzern in der Pause 1:0 führte, hätte im ersten Meisterschaftsspiel unter Luganos neuem Trainer Andrea Manzo nach dem Gezeigten eigentlich Lugano führen müssen. Allein Stürmer Mattia Bottani, der einzige Ur-Luganese in der Mannschaft, hatte zwei Tore auf dem Fuss. In der Startphase hatte er mit einem Pfostenschuss riesiges Pech, und unmittelbar vor der Pause verzog er einen satten Schuss von der Strafraumgrenze ganz leicht. Luzerns Goalie David Zibung hätte in beiden Szenen nichts ausrichten können.

Dazwischen aber schlugen die Luzerner bei einer ihrer wenigen guten Szenen der ersten Halbzeit zu. Nach einer schönen Flanke und einem kuriosen, eher zufälligen Ablenken durch einen Luzerner in der Mitte stand Markus Neumayr plötzlich allein vor Luganos Torhüter Mirko Salvi. Er traf ohne Mühe.

Dass Mattia Bottani – er hatte im Cupfinal gegen Zürich einen Foulpenalty verschossen – in der Halbzeit verletzt ausschied, machte die Aufgabe für die Ticinesi nicht leichter. Tatsächlich entwickelten sie nicht mehr so viel Druck wie vorher, sodass die Luzerner die Partie recht gut kontrollieren konnten. Ein von Marco Schneuwly souverän vollstreckter Foulpenalty nach 84 Minuten zum 2:0 schien alles klar zu machen, aber kaum eine Minute danach verkürzte Neuzugang Assan Ceesay zum 1:2. Sekunden vor dem Abpfiff hatten die Luganesi noch eine hervorragende Chance für das 2:2, aber die Punkte entschwanden in die Zentralschweiz.

Lugano – Luzern 1:2 (0:1)

4620 Zuschauer. – SR Amhof. – Tor: 31. Neumayr (Itten) 0:1. 84. Marco Schneuwly (Foulpenalty/Juric) 0:2. 85. Ceesay (Alioski) 1:2.

Lugano: Salvi; Mihajlovic, Sulmoni, Golemic, Jozinovic; Sabbatini, Piccinocchi (88. Vécsei), Mariani; Alioski, Mizrachi (66. Ceesay), Bottani (46. Rossi).

Luzern: Zibung; Grether, Ricardo Costa, Puljic, Lustenberger; Christian Schneuwly, Haas (68. Affolter), Neumayr (81. Kryeziu), Hyka; Itten (75. Juric), Marco Schneuwly.

Bemerkungen: Lugano ohne Veseli (gesperrt), Rey, Urbano, Culina (alle verletzt), Luzern ohne Thiesson (verletzt). Super-League-Debüts von Ceesay, Juric, Vécsai. 15. Pfostenschuss von Bottani. Verwarnungen: 4. Grether, 39. Piccinocchi, 63. Lustenberger, 65. Sulmoni, 67. Golemic, 83. Salvi (alle Foul).

(SDA)


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