Merkel betont gute Beziehungen mit Moskau

Blumen für den hohen Gast aus Deutschland: Russlands Präsident Putin empfängt Bundeskanzlerin Merkel in seiner Schwarzmeer-Residenz in Sotschi.
Blumen für den hohen Gast aus Deutschland: Russlands Präsident Putin empfängt Bundeskanzlerin Merkel in seiner Schwarzmeer-Residenz in Sotschi. © KEYSTONE/EPA SPUTNIK POOL/MICHAEL KLIMENTYEV / SPUTNIK / KREMLIN P
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bei ihrem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin den hohen Stellenwert des Verhältnisses zu Russland betont. Sie zeigte sich zufrieden über ihr Gespräch mit Putin in Sotschi.

Bundeskanzlerin Merkel sprach sich am Freitag am Schwarzen Meer für enge Kontakte zu Russland aus. «Wir haben ein strategisches Interesse daran, gute Beziehungen zu Russland zu haben», sagte Merkel. Bei allen Differenzen gebe es «auch Themen, bei denen sind wir durchaus einer Meinung», sagte die Kanzlerin.

Die aktuellen Krisen könnten nur gelöst werden, wenn man intensiv miteinander spreche, sagte Merkel. Dies betreffen vor allem auch Fragen, in denen man nicht einer Meinung sei. Sie und Putin pflegten «einen regelmässigen, aber auch offenen Austausch».

Bei ihrem Gespräch mahnte die Kanzlerin nach eigenen Worten erneut die Umsetzung des Minsker-Abkommens für die Ukraine an. Nach wie vor gebe es schwere Verstösse etwa gegen die vereinbarte Waffenruhe.

Mit Blick auf die geplante Pipeline Nord Stream 2 betonte die Bundeskanzlerin, dass auch weiterhin russisches Gas durch die Ukraine fliessen werde. Putin sagte dies zu. Russland wolle Gaslieferungen auch in Zukunft über die Ukraine als Transitland abwickeln – unter der Bedingung, dass diese wirtschaftlich seien.

Der am Dienstag begonnene Bau der Pipeline schürt Sorgen in Kiew, die Einnahmen aus dem Gastransit könnten einbrechen. Nord Stream verläuft nicht über die Ukraine, sondern über die Ostsee nach Deutschland.

Mit Blick auf Syrien sagte Merkel, die Lage habe sich weiter verkompliziert durch den Austritt der USA aus dem Atom-Abkommen mit dem Iran. Sie bekräftigte, es sei besser, diese Vereinbarung zu haben als keine.

(SDA)


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