Michele Ferrari mischte offenbar auch im Biathlon mit

Michele Ferrari weist in den jüngsten Anschuldigungen jegliche Schuld von sich (Archivbild 2004)
Michele Ferrari weist in den jüngsten Anschuldigungen jegliche Schuld von sich (Archivbild 2004) © KEYSTONE/EPA/GIORGIO BENVENUTI
Der italienische Doping-Arzt Michele Ferrari muss sich in Bozen vor Gericht verantworten, weil er den italienischen Biathleten Daniel Taschler beim Dopen unterstützt haben soll.

Michele Ferrari, zu dessen Kunde unter anderen der gefallene Rad-Star Lance Armstrong gehörte, machte sich offenbar auch im Biathlon breit. Ferrari muss sich in Bozen vor Gericht verantworten, weil er den italienischen Biathleten Daniel Taschler beim Dopen unterstützt haben soll.

Der 28-jährige Südtiroler Daniel Taschler und sein Vater Gottlieb Taschler, Vizepräsident des Biathlon-Weltverbandes IBU, wurden vom Gericht ebenso vorgeladen wie Ferrari selbst. Taschler senior soll dem Sohn vorgeschlagen haben, sich für das Dopen an Ferrari zu wenden. Er habe auch den Kontakt hergestellt. Ferrari und die Taschlers streiten alles ab.

Michele Ferrari wurde 2002 vom italienischen Radsportverband gesperrt. In nächster Zeit soll die Sperre nach Ferraris Ansinnen aufgehoben werden. Er hatte bei einem Regionalgericht dagegen appelliert.

In früheren Jahren war auch Tony Rominger ein notorischer Kunde Ferraris. Der Schweizer hatte Doping jedoch immer bestritten. Er gab an, er habe sich von Ferrari lediglich Trainingspläne ausarbeiten lassen.

(SI)


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