Migel Angel Lopez am Schlusstag souverän

Miguel Angel Lopez - der erste kolumbianische Gesamtsieger der Tour de Suisse
Miguel Angel Lopez - der erste kolumbianische Gesamtsieger der Tour de Suisse © KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Die 80. Tour de Suisse geht mit Gesamtsieg des Kolumbianers Miguel Angel Lopez zu Ende. Der erst 22-Jährige ist der erste Fahrer seines Landes, der die Schweizer Rundfahrt gewinnt.

Miguel Angel Lopez, der tags zuvor als Zweiter des Zeitfahrens das Leadertrikot übernommen hatte, verteidigte sich am Schlusstag ohne Probleme. Er ging selber in die Offensive und errang so einen verdienten Erfolg.

Das neunte und letzte Teilstück, das wegen Regen und Kälte auf lediglich 57,3 km verkürzt worden war und von La Punkt nach Davos führte, gewann mit Jarlinson Pantano ein weiterer Kolumbianer. Pantano siegte im Spurt einer Fünfergruppe vor dem Russen Sergej Tschernetschki und verhalf dem Westschweizer Team IAM Cycling zu einem prestigereichen Sieg. Die Equipe, die auf Ende Jahr aufgelöst wird, errang ihren zweitgrössten Erfolg nach dem Etappensieg des Deutschen Mike Kluge im Giro d’Italia vor gut drei Wochen.

Spannender hätte im Kampf um die Gesamtwertung die Ausgangslage vor dem letzten Teilstück kaum sein können. Mit dem kolumbianischen Leader Miguel Angel Lopez, dem Amerikaner Andrew Talansky, dem Spanier Ion Izagirre und dem Franzosen Warren Barguil lagen die ersten vier Fahrer der Gesamtwertung nur 18 Sekunden auseinander.

Lopez liess aber nichts mehr anbrennen. Im Aufstieg zur Flüela setzte er sich alleine ab. Auf der Passhöhe lag er knapp eine halbe Minute voraus. In der Abfahrt holten ihn zwar vier Verfolger ein, aber als Vierter der Etappe, unmittelbar hinter Izagirre, behauptete er sich in der Gesamtwertung 12 Sekunden vor dem Spanier, der am Samstag das Einzelzeitfahren für sich entschieden hatte. Gesamt-Dritter wurde der Franzose Warren Barguil, 18 Sekunden zurück.

Lopez bestreitet erst seine zweite Saison im kasachischen Team Astana. Er hat zuvor noch nie ein bedeutendes Rennen gewonnen, war aber im Vorjahr immerhin schon Gesamt-Siebenter der Tour de Suisse.

(SDA)


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