Migros-Onlinesupermarkt LeShop mit Umsatzplus von 6,6 Prozent

Gefragter Service: Ein LeShop-Mitarbeiter stellt eine Bestellung fertig. (Archiv)
Gefragter Service: Ein LeShop-Mitarbeiter stellt eine Bestellung fertig. (Archiv) © KEYSTONE/GAETAN BALLY
LeShop hat im vergangenen Jahr ein Umsatzplus von 6,6 Prozent auf 176 Millionen Franken verbucht. Der nach eigenen Angaben grösste Schweizer Online-Supermarkt rüstet sich aber bereits für einen harten Konkurrenzkampf.

Trotz starkem Franken und ausländischer E-Commerce-Anbieter, die in die Schweiz drängten, blicke LeShop auf ein erfreuliches Jahresergebnis mit Umsatzrekord zurück, teilt der Online-Bestelldienst der Migros am Montag mit.

Zum Wachstum trug demnach der Ausbau des Service bei. So können sich Kunden im Grossraum Zürich und in der Westschweiz seit Anfang Juni nicht nur Einkäufe nach Hause liefern lassen, sondern diese auch selbst an insgesamt elf Migrolino-Filialen und Einkaufs- und Fitnesszentren abholen.

“Die Erfahrung zeigt: Je nahtloser wir Online- und Offline-Angebote verknüpfen, desto treuer die Kunden”, wird Ernst Dieter Berninghaus, Handelsverantwortlicher beim Migros-Genossenschaftsbund in der Mitteilung zitiert. Wer den Einkauf im Laden, die Heimlieferung und Abholservices kombiniert nutze, kaufe mehr als doppelt so viel ein wie der klassische Ladenkunde.

Zudem passte LeShop auch seine Lieferzeiten an. Im Oktober führte der Onlineshop präzisere Lieferzeiten ein, damit die Kunden besser planen können. Geliefert wird wahlweise am Vormittag zwischen 9 und 12 Uhr, am Mittag zwischen 12 und 14 Uhr oder am Nachmittag zwischen 14 und 17 Uhr. In der Stadt Zürich stehen von 16.30 bis 21 Uhr zusätzliche 1,5-Stunden-Zeitfenster zur Verfügung.

Mit dem verbesserten Service will LeShop den Konkurrenten die Stirn bieten. Denn das Marktpotenzial für den Online-Lebensmittelhandel sei längst nicht ausgeschöpft. LeShop verweist auf eine Schätzung der Credit Suisse, die bis 2020 eine Verdoppelung des Online-Anteils im Lebensmittelhandel von 1,7 auf 3,5 Prozent prognostiziert.

In England, Frankreich und Deutschland bereiteten bereits verschiedene neue Anbieter ihren Markteintritt vor, hiess es weiter, darunter der Online-Riese Amazon.

(SDA)


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