Mikaela Shiffrin eine Klasse für sich

Mikaela Shiffrin war eine Klasse für sich
Mikaela Shiffrin war eine Klasse für sich © KEYSTONE/FR37383 AP/NATHAN BILOW
Mikaela Shiffrin ist im ersten von zwei Weltcup-Slaloms in Aspen (USA) eine Klasse für sich. Die Amerikanerin gewinnt hoch überlegen mit über drei Sekunden Vorsprung.Die im Riesenslalom tags zuvor erlebte Enttäuschung scheint Mikaela Shiffrin gut weggesteckt zu haben.

Das bittere Ausscheiden kurz vor dem Ziel mit dem Sieg vor Augen hat die Konzentration für den ersten Auftritt in ihrer Paradedisziplin offenbar nicht beeinflusst. Die Amerikanerin machte ihrem Ruf als beste Slalom-Fahrerin alle Ehre. Zusammen mit der Olympiasiegerin und zweifachen Weltmeisterin stiegen die Slowakin Veronika Velez Zuzulova als Zweite und die Schwedin Frida Hansdotter aufs Podest.

Mikaela Shiffrin hatte auf dem Weg zu ihrem 15. Weltcup-Sieg im Slalom (und den 16. insgesamt) schon im ersten Lauf keine Zweifel an einer beherzten Reaktion auf das Aus im Riesenslalom gelassen. Sie hatte Veronika Veez Zuzulova als erste Verfolgerin bereits am Morgen um 1,38 Sekunden distanziert. Und im zweiten Durchgang legte sie noch einen drauf und legte mit neuerlicher klarer Bestzeit 1,44 Sekunden und mehr zwischen sich und die Konkurrenz. Die 3,07 Sekunden Vorsprung in der Endabrechnung bedeuten Rekord. So deutlich hatte bislang noch keine Fahrerin einen Weltcup-Slalom dominiert. Den bisherigen Bestwert hatte die Französin Florence Steurer gehalten, die im März 1968 in Abetone (It) mit exakt drei Sekunden Differenz auf ihre Landsfrau Annie Famose triumphiert hatte.

Die beste der drei Schweizer Finalistinnen war Wendy Holdener. Die Schwyzerin, als Nummer 8 in der Weltcup-Startliste dank der Wettkampfpause von Tina Maze und dem Rücktritt von Kathrin Zettel in den exklusiven Zirkel der besten sieben vorgerückt, sorgte mit Platz 7 für einen Saisonauftakt in ihrer bevorzugten Disziplin, auf dem sie aufbauen kann.

Michelle Gisin, im ersten Lauf zeitlich auf praktisch identischer Höhe mit Wendy Holdener, folgt im Gesamtklassement auf Position 13. Denise Feierabend fand sich in Rang 22 wieder und damit in jener Region, in der sie sich im vergangenen Winter fast ausnahmslos eingereiht hatte.

Rahel Kopp verpasste die Qualifikation für den zweiten Lauf. Chiara Gmür bei ihrem Weltcup-Debüt und Charlotte Chable schieden aus.

Der erste Slalom des Winters brachte eine Neuerung in der Kurssetzung, im Fachjargon “Single Pole” genannt. Erstmals bestehen die Richtungsänderungen im Weltcup nicht mehr aus zwei Flaggen, sondern lediglich aus einer einzelnen Torstange. Die Ausnahme bilden die in der Vertikalen gesetzten Passagen.

(SI)


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