Fünf Soldaten bei Lawinenabgang getötet

Bei einem Lawinenunglück in den französischen Alpen sind am Montag fünf Soldaten ums Leben gekommen. Sechs weitere Soldaten wurden verletzt, nur einer musste aber ins Spital.

Nach Angaben der Polizei waren etwa 50 Militärangehörige für ein Abhärtungstraining in einem Skiort im östlichen Département Savoie abseits der Piste unterwegs, als elf von ihnen von den Schneemassen erfasst wurden. Der Unfall geschah im Skiort Valfréjus in etwa 2000 Metern Höhe.

Die verunglückten Soldaten gehörten der französischen Fremdenlegion an. Da der Verbund Militärangehörige aus der ganzen Welt rekrutiert, war zunächst unklar, welche Nationalität die Opfer hatten.

Von den sechs verletzten Soldaten erlitten zwei eine Unterkühlung, einer von ihnen musste ins Spital gebracht werden. Alle anderen wurden leicht verletzt. Drei Helikopter sowie mehrere Hundeführer und Ärzte waren bei den Rettungsarbeiten im Einsatz.

Die Staatsanwaltschaft von Albertville leitete Ermittlungen zu dem Unglück ein. Nach Angaben aus Justizkreisen prüfen die Ermittler Hinweise auf den Tatbestand der fahrlässigen Tötung, darum müsste sich dann die Militärabteilung der Staatsanwaltschaft kümmern. Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian wurde am Dienstag in der Region erwartet.

Erst vor wenigen Tagen waren bei einem Lawinenunglück in den französischen Alpen drei Menschen ums Leben gekommen, darunter zwei Schüler. Gegen den Lehrer, der die Aufsicht über die Schülergruppe aus Lyon hatte, wurden Ermittlungen eingeleitet. Das Unglück ereignete sich im Skigebiet Les Deux Alpes im Département Isère. Die Lawinengefahr in der Region liegt derzeit bei drei auf einer Skala von fünf Stufen.

In der Schweiz waren am 12. Juli 2007 fünf Rekruten und ein Wachtmeister der Schweizer Armee in einer Lawine an der Jungfrau im Berner Oberland ums Leben gekommen.

(SDA)


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