Verletzte bei Explosion in Rio de Janeiro

Die Feuerwehr suchte in den Trümmern mit Hilfe von Spürhunden nach möglichen weiteren Opfern.
Die Feuerwehr suchte in den Trümmern mit Hilfe von Spürhunden nach möglichen weiteren Opfern. © /AP/FELIPE DANA
Bei einer schweren Explosion in Rio de Janeiro sind am Montagmorgen mindestens sieben Menschen verletzt worden. Die Explosion ereignete sich um 03.00 Uhr morgens (07.00 Uhr MESZ) in einer Pizzeria im Norden der Stadt.

Durch die Detonation und den dadurch ausgelösten Brand wurden nach Behördenangaben 40 angrenzende Geschäfte und Wohnhäuser beschädigt.

“Das Wahrscheinlichste ist, dass es sich um eine Gasexplosion handelte, die durch nicht vorschriftsgemäss gelagerte Gasflaschen ausgelöst wurde”, sagte Rios Bürgermeister Eduardo Paes im Fensehsender Globo News. “Denn in diesen Geschäften gab es kein Erdgas.” Laut Paes, der den Unglücksort besuchte, wurden die Gasleitungen in dem Stadtviertel geschlossen.

Nach Angaben der Feuerwehr wurden sieben Menschen verletzt. Ein Opfer wurde demnach noch am Unglücksort behandelt, die übrigen im Spital. Ein kleines Mädchen überlebte verletzt, weil sie ein umgestürzter Schrank in dem Haus hinter der Pizzeria vor grossen Trümmerteilen schützte. Es wurde zusammen mit seinen Eltern ins Spital eingeliefert.

Zunächst war von acht Verletzten die Rede gewesen. Die Feuerwehr suchte in den Trümmern mit Hilfe von Spürhunden nach möglichen weiteren Opfern. Fensterscheiben gingen noch 400 Meter weiter zu Bruch.

Globo News zeigte Bilder von Rauch sowie Zement- und Metallschutt im Viertel São Cristovão, das an den Stadtteil mit dem WM-Stadion Maracana angrenzt. In Rio werden im August 2016 die Olympischen Sommerspiele ausgetragen.

Der Anwohner Dani Soares sagte in dem Sender, die Erschütterung durch die Explosion sei so stark gewesen, dass er gedacht habe, dies sei ein Erdbeben. “Alles stürzte ein, aber wir konnten entkommen”, fügte er hinzu.

Marlene Sangy Aires erklärte auf der Globo-Internetseite: “Es war zum Verzweifeln. Die Decke stürzte ein. Mein 21-jähriger Sohn konnte meine 17-jährige Tochter abschirmen. Wir waren in den Trümmern eingeklemmt. Mit dem Licht unseres Handys machten wir die Rettungstrupps auf uns aufmerksam. Es war wie eine Wiederauferstehung.”

(SDA)


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