«Miss-Wahl war für mich eine Zusatzlehre»

Anita Buri ist dank der Miss-Schweiz-Wahl ins Medienbusiness hineingerutscht. Die Miss Schweiz aus dem letzten Jahrtausend arbeitet heute selbständig. Wie die Schönheit noch immer ihr Leben bestimmt, erzählt sie im Interview. 

1999 wurde die Thurgauerin Anita Buri zur letzten Miss Schweiz des Jahrhunderts und des Jahrtausends gewählt. Die Schönheit bestimme noch immer ihr Leben, sagt die 38-Jährige im Interview:

Sie sind Moderatorin, Model und selbständige Eventorganisatorin. Die Miss-Schweiz-Wahl hat Ihnen offenbar Tür und Tor geöffnet.
Ja, das Jahr als Miss Schweiz 1999 hat sich vollkommen gelohnt. Ich sehe es als zusätzliche Ausbildung, als Lehre. Ich wurde ins kalte Wasser geworfen und musste teils vor vielen Leuten Reden halten. Für mich war das Neuland, als damals noch junges «Fräulein» (lacht). Das war eine tolle Schulung. Ich habe damals einen grossen Schritt in die Erwachsenenwelt gemacht und viele neue Leute aus dem Business kennengelernt. Das hat mir sehr geholfen.

Das Ganze ist jetzt fast 20 Jahre her. Hat die Schönheit für Sie noch immer einen hohen Stellenwert?
Wir Frauen machen uns ja gerne schön. Den Kleiderschrank mal wieder erkunden, sich morgens schön machen, das ist ein Frauenthema. Schönheit, also ein gepflegtes Erscheinungsbild ist für mich ein wichtiger erster Eindruck. Richtig beweisen muss man sich aber erst nachher, schön aussehen reicht nicht. Der Charakter zählt.

Wie viel investieren Sie in Ihre eigene Schönheit?
Ich bin eine sportliche Frau und bewege mich viel. Ich würde auch sagen, dass ich von Natur aus ein zufriedener Mensch bin. Hinzu kommt, dass ich gesund und glücklich bin. Für das Aussehen förderlich ist aber sicher der Sport. Von nichts kommt nichts. Man kann nicht einfach irgendeinen Shake trinken und erwarten, dass man damit zur Traumfigur gelangt. Ausserdem finde ich, dass Schönheit relativ ist. Jeder Mensch hat seine eigene Auffassung von Schönheit. Grundsätzlich lässt sich sagen: 20 – 30 Minuten morgens im Bad und Anita Buri ist parat (lacht).

Ach was. Anita Buri richtet nicht stundenlang ihre Haare?
Nein, überhaupt nicht. Ich muss aber zugeben: Im Frisieren bin ich absolut nicht der Profi. Wenn ich an öffentlichen Anlässen teilnehme, bin ich sehr froh, habe ich einen Kollegen, der mir die Haare macht. Ich bin aber keine «Trulla», die stundenlang vor dem Spiegel steht.

Darf ich fragen, wie alt Sie mittlerweile sind?
Ich bin 38 Jahre alt. Im Sommer feiere ich meinen 39. Geburtstag.

Hat man in diesem Alter nicht ein wenig Angst vor Falten und dem Alter?
Nein. Man wird nun mal älter, das gehört zum Leben. Man feiert vielleicht ein bisschen grösser (lacht) und gewinnt an Lebenserfahrung. Das ist sehr viel wert und ich finde es schön, dass man einem Menschen ansieht, dass er oder sie Lebenserfahrung hat. Ich finde es schade, wenn es Leute gibt, die alles «wegspritzen». Bis jetzt bin ich zufrieden und habe noch nichts zum Rumnörgeln gefunden. Aber wissen Sie was: Am besten stellen Sie mir diese Frage noch einmal in zehn Jahren (lacht).

Das Interview führte Fabienne Engbers.

(saz)


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