Transferflop Gotal zurück beim FCSG

Von Marco Latzer
Sandro Gotal bei einer FCSG-Autogrammstunde im Juli 2015. Bild: Keystone
Sandro Gotal bei einer FCSG-Autogrammstunde im Juli 2015. Bild: Keystone
Beim FC St.Gallen konnte sich der österreichische Stürmer Sandro Gotal nicht durchsetzen. Im Winter wurde er in die Türkei ausgeliehen. Jetzt ist der 24-Jährige wieder auf dem Weg zurück in die Ostschweiz: Gotal flog aus disziplinarischen Gründen aus seinem neuen Team.

Im letzten Juli stösst Sandro Gotal von Hajduk Split zum FC St.Gallen. Durchsetzen kann er sich bei den Ostschweizern sowohl unter Trainer Jeff Saibene als auch unter Nachfolger Joe Zinnbauer aber nie. Der Angreifer kommt in der Hinrunde nur sieben Mal zum Einsatz, lediglich zwei Mal von Beginn an – und erzielt dabei kein einziges Tor. Spätestens zur Winterpause ist klar: Gotal und der FCSG sollen sich trennen.  Zinnbauer will offenbar nicht mehr auf den Österreicher setzen, holt mit Karadeniz und Cueto zwei Neue, die auf derselben Position spielen. Personen rund um den grün-weissen Verein werfen dem Spieler masslose Selbstüberschätzung vor. Er habe sich für einen grossen Fussballstar gehalten, sei den Beweis dafür aber stets schuldig geblieben.

In der Türkei rausgeworfen

Mitte Januar wird Gotal schliesslich an den türkischen Zweitligisten Alima Yeni Malatyaspor verliehen. Das Engagement ist bis Ende Saison ausgerichtet, zudem besitzt der Verein eine Option für eine definitive Übernahme. Vier Mal kommt der 24-jährige Vorarlberger zum Einsatz, letztmals am 5. März. Ein paar Tage danach trennen sich die Wege bereits unerwartet wieder – so berichten es türkische Medien. Der Verein beklagt sich über disziplinarische Probleme des Kickers. “Obwohl wir unseren vertraglichen Pflichten nachgekommen sind, hat der Spieler Professionalität vermissen lassen”, heisst es. Was genau vorgefallen sein soll, bleibt aber unklar.

Gotal kommt wieder zurück

Beim FC St. Gallen bestätigt Mediensprecher Daniel Last gegenüber FM1Today das vorzeitige Ende der Leihe. Sandro Gotal sei auf dem Weg zurück in die Ostschweiz, bislang aber noch nicht hier eingetroffen. Das Problem: Der unerwünschte Österreicher verfügt über einen Vertrag bis Mitte 2017 und könnte den FCSG damit noch über ein Jahr lang eine ganze Stange Geld kosten. Last sagt, sein Verein habe Kenntnis von dem Vorfall in der Türkei. Man wolle dazu in der Öffentlichkeit aber keine Stellung nehmen. Nur so viel: “Der Spieler stellt die Sache erheblich anders dar.”

Jetzt muss eine neue Lösung für Gotal her. “Er wird sicher nicht mehr mit der ersten Mannschaft trainieren können. Wir müssen noch im Detail anschauen, wie wir die Sache lösen. Vorstellbar ist aber, dass sich der Spieler bei uns fit halten kann”, sagt Mediensprecher Last. Der Fehltransfer wird die Grün-Weissen damit in nächster Zeit noch weiter beschäftigen.

Da war die Welt noch in Ordnung: Sandro Gotal bei der Unterzeichnung seines Leih-Vertrags im Januar. Bild: Malatyaspor


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