Mit Enkeltrick um 130‘000 Franken betrogen

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Symbolbild © Getty Images/Matt Cardy
Ende letzter Woche ist eine 74-jährige Frau Opfer eines Enkeltricks geworden. Sie händigte einem unbekannten Täter 130’000 Franken in bar aus. Der Täter gab sich als Freund aus.

Telefonisch nahm der Betrüger mit der Rentnerin Kontakt auf und bat sie um finanzielle Unterstützung. In der Annahme, einem Freund zu helfen, hob die Rentnerin den geforderten Betrag bei ihrer Bank ab. An einem vereinbarten Treffpunkt überreichte sie ihm das Geld. Nach der Übergabe überkamen die Frau Zweifel und sie meldete den Vorfall bei der Polizei. “Es läuft immer gleich ab, der Täter ruft an und fragt; ‘Kennst du mich noch?’”, sagt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen.

Das Geld ist weg, für immer

Das Ziel sei, möglichst schnell das Vertrauen des Opfers zu gewinnen. Und das gelingt oft. Dass das Geld wieder auftaucht, ist unwahrscheinlich. “Diese Frau hat keine Chance, das Geld zurück zu erhalten.” Der sogenannte Enkeltrick werde immer wieder eingesetzt, oftmals kriege die Polizei nichts mit. “Wir vermuten, dass es einige Opfer gibt, die sich aus Scham nicht melden”, so Krüsi.

Tipps

Die Polizei warnt vor Enkeltrick-Betrügern und gibt folgende Tipps:

• Erkundigen Sie sich nach verdächtigen Anrufen bei Angehörigen, der Polizei oder Ihrer Bank.
• Bedenken Sie: Es ist kein Geschäft so eilig, dass es am gleichen Tag erledigt sein muss. Fordern Sie Bedenkzeit ein.

(red/KapoSG)


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