Mit Glück eine Runde weiter

Nur sehr knapp konnte der FC St.Gallen gegen den FC Le Mont gewinnen.
Nur sehr knapp konnte der FC St.Gallen gegen den FC Le Mont gewinnen. © (KEYSTONE/Cyril Zingaro)..
Die Espen schafften es beim Match gegen den FC Le Mont am Samstag nur knapp in die nächste Runde. Das 1:0 aus St.Galler Sicht erfolgte weit in der zweiten Halbzeit. Zur Spielerbewertung.

Trotz einer über weiten Strecken schwachen Leistung gewinnt der FC St. Gallen dank einem späten Tor in der zweiten Runde des Schweizer Cups auswärts in Baulmes mit 1:0 gegen den zweitklassigen FC Le Mont. Die Westschweizer zeigen sich dabei als ebenbürtiger Gegner und machen den St. Gallern das Leben durch ihr aufsässiges Spiel lange schwer, bevor Roman Buess die Espen in der 79. Minuten mit einem Kopfballtor erlöst. In der Nachspielzeit gerät der Sieg nach einer roten Karte an die Adresse von Kofi Schulz noch einmal in Gefahr, schliesslich kann der FCSG den schmeichelhaften Sieg aber über die Zeit retten. Hier die Spielerbewertung.

Tor:

Dejan Stojanovic: Note: 4,5. In der ersten Halbzeit unsicher und mit einigen Problemen bei eigentlich harmlosen Weitschüssen. In der zweiten Halbzeit dann aber verbessert, und in der Nachspielzeit hält er den Sieg der Espen mit zwei Glanzparaden fest.

Verteidigung:

Kofi Schulz: Note 1,5. Ganz schlechte Leistung von ihm. Zuerst viele Unkonzentriertheiten und technische Mängel, und dann verliert er kurz vor Spielende auch noch die Nerven.

Karim Haggui: Note 4,5. Der Routinier deutet an, dass er eine gute Verstärkung sein kann. Gewinnt in der Luft jedes Duell und dirigiert seine Mitspieler schon ganz gut. Nur in Sachen Schnelligkeit hat er grosse Schwächen, welche er mit seinem guten Stellungsspiel nur teilweise ausgleichen kann.

Alain Wiss: Note 4,5. Sehr solide Leistung bis zu seiner Verletzung. Geht mit seinem Einsatz immer als gutes Beispiel voran und versucht dauernd auch verbal, seine Mitspieler zu motivieren.

Roy Gelmi: Note 5,0. Bester St. Galler, hat Wiss mehr als würdig vertreten und in der zweiten Halbzeit mehr als einmal hinten gerettet. Es bleibt die Frage offen, weshalb er von Joe Zinnbauer nicht öfters eine Chance erhält.

Silvan Hefti: Note 4,0. Fiel weder auf noch ab. Defensiv sicher, offensiv eine diskrete Vorstellung.

Mittelfeld:

Marco Aratore: Note 3,5. Suchte wie immer häufig aus der Distanz den Abschluss, scheint aber dieses Mal vor dem Spiel zu wenig Zielwasser getrunken zu haben.

Gianluca Gaudino: Note 2,5. Unerklärlich schwache Leistung von ihm. Er kam mit der zweikampfbetonten Spielweise der Waadtländer überhaupt nicht zurecht und leistete sich viele ungenaue Pässe.

Nzuzi Toko: Note 4,0. Auch er leistete sich einige unnötige Fehlpässe. Dafür defensiv wie immer mit einer einwandfreien Leistung mit guter Laufleistung und schönen Grätschen.

Yannis Tafer: Note 3,5: Guter Eckball vor dem goldenen St. Galler Tor, ansonsten aber sehr diskret. Ist jeweils keiner, der bei einer kollektiv schwachen Mannschaftsleistung das Ruder herumreissen kann.

Sturm:

Seifedin Chabbi: Note 2,5. War am Anfang noch ziemlich aktiv, nach seiner kläglich vergebenen Grosschance tauchte er aber unter und wurde bis zu seiner Auswechslung nicht wieder gesehen.

Roman Buess: Note 4,5. Wie Chabbi über weite Strecken unsichtbar, mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass er im Gegensatz zu diesem seine Topchance verwertet hat.

FM1Today-Teamschnitt (Durchschnitt aller benoteten Spieler): 3,7

Fazit: Die Spiele unter Joe Zinnbauer gleichen sich wie ein Ei dem anderen. In der Offensive herrscht trotz starker Individualisten die pure Konzeptlosigkeit, in der Defensive ist man jederzeit für einen Aussetzer und ein Gegentor gut. Eine klare Spielidee ist nach wie vor nicht erkennbar, der Mannschaft scheint auch jegliches Selbstvertrauen zu fehlen. So reicht es vielleicht knapp für einen Zittersieg gegen einen Unterklassigen, in der Super League werden auf diese Art und Weise aber nicht mehr viele Punkte geholt werden.

(jgr)


Newsletter abonnieren
7Kommentare
noch 1000 Zeichen

HTML-Version von diesem Artikel