Mit musikalischer Karawane bis nach Australien

Von Laurien Gschwend
Tobias Jensen, Ryan Sanders und Fabian Imper auf einer Wiese vor der FM1Today-Redaktion.
Tobias Jensen, Ryan Sanders und Fabian Imper auf einer Wiese vor der FM1Today-Redaktion. © FM1Today/Lilian Wehrle
Die Ostschweizer Fabian Imper und Tobias Jensen sind mit ihrer Karawane bis nach Australien gereist, um den passenden Sänger für ihr Musikprojekt «Karavann» zu finden. Heute Freitag erscheint ihr erstes Album.

Im Jahr 2011 fanden zwei junge Ostschweizer, sie sollten ihr eigenes Musikalbum aufnehmen. Heute Freitag wird ihr Traum wahr: «Desert Tunes» kommt heraus. «Ein Mix aus elektronischen Klängen und Popmusik», sagen «Karavann», ein Duo aus Gommiswald-Uetliburg.

Musik begleitet die St.Galler das ganze Leben. «Schon mit drei habe ich angefangen, Keyboard zu spielen», sagt Fabian. Vor 13 Jahren war er mit seinem Schulfreund Tobias Mitglied einer Schulband. «Das zog sich acht Jahre hin, danach spaltete sich die Gruppe auf», so Tobias, der ursprünglich aus Dänemark stammt. Er und Fabian als harter Kern beschlossen daraufhin, ihr eigenes Ding durchzuziehen.

«Wir wollen endlich raus mit der CD»

Fabian kommt aus dem elektronischen Musikgenre, wohingegen Tobias ein klassischer Singer-Songwriter ist. Vor zwei Jahren erhielten die beiden Künstler von ihrem Wunschproduzenten Fred Hermann die Zusage, das Album mit ihm zusammen aufnehmen zu können. «Jetzt wollen wir nur noch raus mit der CD – und die Leute daran teilhaben lassen”, sagt Fabian.

Facebook/KARAVANN

Facebook/KARAVANN

Dass das Musikprojekt «Karavann» heisst, ist kein Zufall. «Wir lernten auf unserer Reise unsere Weggefährten kennen», erklärt Fabian. Eine Karawane zieht durch die Wüste, in ferne Länder – bis nach Australien. Dort ist das St.Galler Musikduo auf Sänger Ryan Sanders gestossen. Auf YouTube hat «Karavann» ein Video gefunden, das Ryan bei der ‘Blind Edition’ für ‘The Voice’ zeigt. «Wir merkten schnell, dass diese Stimme zu unserer Idee passt», schwärmt Tobias.

Fabian Imper und Tobias Jensen, beide 27 Jahre alt, sind in Uetliburg-Gommiswald aufgewachsen. Fabian hat in einer Musikfirma eine Lehre zum Kaufmann absolviert, Tobias war nach seiner Maturität in einem Zürcher Musikstudio tätig.

Der 23-jährige Ryan war schnell angetan vom Stil der Ostschweizer Musiker. Er packte seine Sachen, um in Zürich zu leben und die Songs für das Album «Desert Tunes» aufzunehmen. «Mir gefällt an der Schweiz, dass man hier ganz Europa um sich hat, statt nur von Australiern umgeben zu sein», sagt der Sänger.

Duo mit Möglichkeit zur Erweiterung

Aber warum sind nur die Ostschweizer auf dem Cover zu sehen, bezeichnen sich selber als Duo? «Wir zwei haben das Projekt gegründet, und je nach Song arbeiten wir mit weiteren Musikern wie Ryan zusammen», erklärt Tobias das Konzept. Im DJ-Bereich sei diese Form, Musik zu machen, Gang und Gäbe, denke man an Avicii und Kygo. Habe Ryan aber auch in folgenden Projekten noch Interesse, mit den St.Gallern zusammenzuarbeiten, «so nehmen wir ihn mit Handkuss», sagt Fabian.

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Am Freitag, 30. September, wird das Herzensprojekt von Fabian Imper und Tobias Jensen veröffentlicht. «Das ist erst einmal Neuland für uns», gibt Fabian zu. Es sei wunderschön, nach vielen Jahren harter Arbeit endlich ein physisches Produkt in der Hand zu halten.

«Die Schweiz ist zu Grossem fähig»

Einmal komplett von der Musik leben zu können, damit ginge für Fabian ein riesiger Traum in Erfüllung: «Das ist das, was ich am meisten liebe». Tobias setzt noch einen drauf: «Ein Grammy wäre auch ganz nice». Einmal bei den Wünschen für die Zukunft angekommen, kommen die Ostschweizer nicht mehr aus dem Schwärmen. So würden sie gerne einmal in einem grossen Stadion spielen, zusammen mit Vorbild Hans Zimmer. «Die Schweiz ist zu Grossem fähig, das sieht man ja im Sport», so Fabian. «Warum nicht auch in der Musik – es ist Zeit!»

Du möchtest dir «Desert Tunes» anhören? Hier bekommst du eine Kostprobe. Das Album kannst du bei iTunes oder Ex Libris kaufen. Am 8. Oktober tritt «Karavann» an einem Festival in Hauptwil auf.


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