Mit Waffe im Club «herumgefuchtelt»

Ein Mann zückte im Club eine Waffe.
Ein Mann zückte im Club eine Waffe. © (AP Photo/David J. Phillip)
In der Partylocation “Gate 7” in Buchs hat ein Gast unvermittelt eine Waffe gezückt. Die Hintergründe sind unklar, die Staatsanwaltschaft ermittelt – und der Clubbetreiber zieht Konsequenzen.


Eine volle Partylocation, viele fröhliche junge Leute, welche die Musik und die gute Stimmung geniessen. Seit vier Monaten bietet sich in der Partylocation «Gate 7» in der Werdenberger Stadt Buchs dieses friedliche Bild. Doch in der Partynacht vom vergangenen Samstag auf Sonntag wurde diese Stimmung kurz getrübt. Einige Partygäste erlebten einen Schreckmoment, als ein Gast unvermittelt eine Waffe zog und mit ihr herumfuchtelte. Glücklicherweise blieb es bei der laut dem Clubbetreiber Thomas Hagmann «kurzen akuten Situation». Laut ihm und dem bisherigem Stand der Strafuntersuchung fiel kein Schuss. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft St.Gallen gestern auf Anfrage des “Werdenberger & Obentoggenburger”.

«Situation im Auge behalten»

Der clubeigene Sicherheitsdienst behielt laut Hagmann die Situation im Auge, bis die von ihm alarmierte Polizei eintraf. Sie nahm den Waffenträger fest und überstellte ihn an die Staatsanwaltschaft, welche eine Strafuntersuchung einleitete. Warum der Mann eine Waffe bei sich trug und zog, wird derzeit von der Staatsanwaltschaft untersucht. Zum genauen Ablauf und zu den Gründen für den Zwischenfall ist von ihr wegen der laufenden Befragungen und Untersuchungen nichts Konkreteres zu erfahren. Der Waffenträger ist unterdessen wieder auf freiem Fuss, das Strafverfahren läuft aber weiter.

«Sicherheit ist das A und O»

Laut dem Clubbetreiber hat sich die Situation nach dem Zwischenfall rasch wieder beruhigt, die «Security» kam deshalb zum Schluss, dass bis zum Eintreffen der Polizei keine direkte Gefahr für die jungen Gäste im Partylokal bestanden habe. Mit der Deeskalation hat der unbewaffnete Sicherheitsdienst aus Sicht von Hagmann richtig reagiert.

Die Sicherheit und das Wohlergehen unserer vielen Gäste im «Gate 7» ist laut Thomas Hagmann «unser grösstes Anliegen, das A und O». Seit der Eröffnung habe es diesbezüglich bis vergangenen Samstag nie Probleme gegeben.

Ab sofort mehr «Security»

Der Vorfall vom Samstag beschäftige ihn und den Sicherheitsdienst aber intensiv. Schon nach der Schlägerei und Messerstecherei vor dem Nachtclub Sender in Lustenau vom 6. März habe man diskutiert, was man vorkehren könne, um so etwas beim «Gate 7» möglichst verhindern zu können, so Hagmann.

Nun werden unmittelbare Konsequenzen gezogen. Hagmann: «Wir wollen einen friedlichen und tollen Partybetrieb sicherstellen, verstärken deshalb unser bisheriges Sicherheitskonzept und bauen unseren Sicherheitsdienst um vier Personen aus.» Die Kosten dürften dabei keine Rolle spielen. Was konkret unternommen werde, beispielsweise bezüglich Personenkontrollen, konnte er nicht konkret sagen, das sei vor allem die Sache des Sicherheitsdienstes.

Das Gerücht, dass das «Gate 7» bald schliesse, stimmt laut Hagmann nicht. Es komme wohl daher, weil der Club von Ende Juni bis Mitte August Sommerpause mache. Das Konzept sei erfreulicherweise sehr erfolgreich, stellt er fest. (wundo)


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