Mönchengladbach holt auf

Am Anfang und am Schluss gefeierter Spieler: Mönchengladbachs Fabian Johnson (Bildmitte)
Am Anfang und am Schluss gefeierter Spieler: Mönchengladbachs Fabian Johnson (Bildmitte) © KEYSTONE/EPA DPA/UWE ANSPACH
Mönchengladbach verhindert im neunten Bundesliga-Spiel unter Trainer André Schubert die erste Niederlage. Der Champions-League-Teilnehmer holt bei Hoffenheim ein 1:3 auf und spielt 3:3.

Die Bilanz unter dem Nachfolger von Lucien Favre ist überragend: In 13 Pflichtspielen (neun Siege und drei Unentschieden) hatte Gladbach den Platz seit der Amtsübernahme Ende September nur einmal als Verlierer verlassen müssen. Am Samstag in Sinsheim geschah es beinahe zum zweiten Mal. Nach früher Führung geriet die Borussia bis zur 47. Minute 1:3 in Rückstand. Das erste Tor von Josip Drmic im Gladbacher Dress (56.) leitete die interessante Schlussphase ein, in der der zweifache Torschütze Fabian Johnson drei Minuten vor Schluss zum 3:3 traf.

Neben Drmics Premiere gab es in der 14. Runde weitere interessante Schweizer Fakten zu verzeichnen. In Sinsheim standen erstmals in der Bundesliga-Geschichte sechs Schweizer zu Spielbeginn auf dem Feld: Pirmin Schwegler, Fabian Schär und Steven Zuber bei Hoffenheim, Yann Sommer, Granit Xhaka und Drmic bei Mönchengladbach. Zuber gelang in der 11. das 1:1, womit der Zürcher eine 405 Minuten dauernde Flaute der Kraichgauer beendete. Unter dem neuen Coach Huub Stevens hatte es in zuvor drei Partien keinen Sieg und keinen Treffer gegeben.

Mit Haris Seferovic reihte sich ein dritter Schweizer in den fünf Partien vom Samstag unter die Torschützen. Der Nationalspieler verkürzte beim nächsten Frankfurter Fehltritt in Mainz nach 61 Minuten mit seinem dritten Saisontreffer auf 1:2. Frankfurt spielte zu diesem Zeitpunkt wegen der Gelb-Roten Karte gegen Captain Alex Meier nur noch zu zehnt. Die Eintracht hat nur eines ihrer letzten elf Spiele gewonnen.

Im Duell zwischen dem Leader und dem Vierten wahrte Bayern München mit dem 2:0 gegen Hertha Berlin seine makellose Heimbilanz problemlos. Der nun 13-fache Saisontorschütze Thomas Müller per Kopf und Kingsley Coman nach herrlichem Durchspiel trafen innert sieben Minuten vor der Pause für die Bayern. Mit dem achten Sieg im eigenen Stadion (bei einem Torverhältnis von 30:3) baute der Titelverteidiger seinen Vorsprung auf Dortmund, das am Sonntag auf Stuttgart trifft, vorderhand auf elf Punkte aus.

Werder Bremen erhielt im 103. Nordderby gegen den Hamburger SV den nächsten Beweis für seine erschreckend schwache Heimbilanz. Das 1:3 war die sechste Niederlage im siebten Auftritt der Saison im Weserstadion. Der HSV mit Captain Johan Djourou führte nach drei Minuten und einem herrlichen Schlenzer von Ivo Ilicevic 1:0, nach 27 Minuten 2:0. Ingolstadt hatte vor diesem Spieltag den zweitbesten Abwehrwert der Liga (10 Gegentore) hinter Bayern München vorzuweisen. Beim 0:4 in Hannover kassierte der Aufsteiger mehr Tore als in allen vorherigen Auswärtsspielen zusammen (3).

Bundesliga. 14. Runde vom Samstag: Bayern München – Hertha Berlin 2:0. Werder Bremen – Hamburger SV 1:3. Hannover 96 – Ingolstadt 4:0. Hoffenheim – Borussia Mönchengladbach 3:3. Mainz – Eintracht Frankfurt 2:1.

Rangliste: 1. Bayern München 14/40. 2. Borussia Dortmund 13/29. 3. Wolfsburg 13/24. 4. Borussia Mönchengladbach 14/23. 5. Hertha Berlin 14/23. 6. Hamburger SV 14/21. 7. Bayer Leverkusen 13/20. 8. Schalke 04 13/20. 9. Mainz 14/20. 10. 1. FC Köln 14/20. 11. Ingolstadt 14/19. 12. Darmstadt 14/15. 13. Eintracht Frankfurt 14/14. 14. Hannover 96 14/14. 15. Werder Bremen 14/13. 16. VfB Stuttgart 13/10. 17. Augsburg 13/9. 18. Hoffenheim 14/9.

(SI)


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