Mona Petri arbeitet und betet im Altersheim

Mona Petri (Mitte) spielte 2010 beim Schweizer "Tatort" "Wunschdenken" mit (Archiv)
Mona Petri (Mitte) spielte 2010 beim Schweizer "Tatort" "Wunschdenken" mit (Archiv) © /KEYSTONE/SIGI TISCHLER
Die Zürcher Schauspielerin Mona Petri arbeitet auch als Pflegerin in einem Altersheim. Nicht des Geldes wegen. “Nein, diese Arbeit ist Beten”, sagt sie.

Mit 25 Franken in der Stunde sei diese Arbeit für Schweizer Verhältnisse “wirklich schlecht bezahlt”, sagt Petri im Gespräch mit der katholischen Zeitschrift “forum”. Gleichwohl helfe sie im Altersheim gerne, denn hier bete sie “mit Händen und Herzen, mit Worten, mit meiner ganzen Energie”. Sie empfinde die Arbeit “als eine ganz tolle Demutsübung”.

Das Pflegeheim “als Grossversammlung dementer Menschen” sollte zwar “ein Auslaufmodell” sein, betont Petri. Es sei kein schöner Ort, und trotzdem sei es etwas Wunderbares, “Zeit an einem Ort zu verbringen, wo alles, was sonst an neoliberalem Blödsinn durch unsere Köpfe geistert, keinen Boden hat”. Im Pflegeheim gehe es zwangsläufig um andere Werte – darum, das Leben von Menschen angenehmer zu machen. Deshalb sei sie hier.

(SDA)


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