«Monsterantenne sieht schrecklich aus»

Von Lara Abderhalden
Eine Mobilfunkantenne würde gemäss mehreren Anwohnern nicht ins Ortsbild passen. (Symbolbild)
Eine Mobilfunkantenne würde gemäss mehreren Anwohnern nicht ins Ortsbild passen. (Symbolbild) © iStock
In der Gemeinde Neckertal soll eine Mobilfunkantenne mitten im Dorf aufgestellt werden. Daran haben nicht alle Freude: Mehrere Anwohner werden bei der Gemeinde einsprechen.

«Wir würden die Antenne praktisch im Garten haben», sagt Stefanie Langford. Sie wohnt im Necker und wäre von einem Bau der Mobilfunkantenne direkt betroffen. Deshalb habe sie gemeinsam mit den Nachbarn beschlossen, sich zu wehren.

Einsprache geplant

«Wir fühlen uns vor den Kopf gestossen. Die Antenne käme mitten zwischen den Häusern in der Agglomeration zu stehen. Sie ist gesundheitlich bedenklich und eine Schule befindet sich in umittelbarer Nähe. Ausserdem sieht sie einfach schrecklich aus. So eine Monsterantenne mitten im Dorf muss nicht sein.»

Die Nachbarschaft habe sich deshalb geschlossen dazu entschieden, Einsprache zu machen und auch möglichst viele Leute im Neckertal zu überzeugen, ihnen gleich zu tun. «Wir sind ein kleines Tal. Wir reden mit den Leuten und verteilen Flugblätter. Je mehr Leute es wissen, desto eher wird reagiert.»

Gemeinde möchte sich nicht äussern

Auch mit der Gemeindepräsidentin habe man bereits Kontakt aufgenommen und sie sei sich bewusst, dass es Widerstand gegen die Antenne gibt. Gegenüber FM1Today zur Mobilfunkantenne äussern möchte sich Vreni Wild nicht. «Das Baugesuch der Swisscom liegt aktuell bis zum 26. April auf. Ich möchte daher im aktuellen Zeitpunkt keine Stellungnahme zum Bauvorhaben abgeben», schreibt sie in einer E-Mail.

Das Oberstufenzentrum Necker will erst am kommenden Dienstag über eine mögliche Einsprache beraten. Für Stefanie Langford ist aber wichtig, dass nicht nur die Schule eine Einsprache prüft, sondern jeder, dem die Antenne ein Dorn im Auge ist. «Zur Einsprache ist berechtigt, wer ein eigenes schutzwürdiges Interesse darlegen kann», heisst es im Anzeige- und Auflageverfahren der Gemeinde. «Auch Eltern aus Mogelsberg, Oberhelfenschwil oder Brunnadern, deren Schüler ins Oberstufenzentrum gehen, können ensprechen», sagt Stefanie Langford.

Keine Aufregung über Handyempfang

Gerechtfertigt wurde der Bau der Mobilfunkantenne damit, dass der alte Telekommunikationsmasten ersetzt wird. «Das ist aber nicht das gleiche! Bei der alten Antenne handelt es sich um eine 35-jährige Richtstrahlantenne», sagt Stefanie Langford. Diese sei um einiges kleiner als eine Mobilfunkanlage.

Natürlich weiss Stefanie Langford, dass sich durch eine Mobilfunkanlage das Handynetz verbessert. Aktuell hätten sie und ihre Nachbarn aber keine Probleme mit der Verbindung: «Ich habe von niemandem gehört, dass er oder sie hofft, dass die Anlage aufgestellt wird.»


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