Mordverdächtiger widersetzt sich der Auslieferung nach Österreich

Ein Mann, gegen den in Wien wegen Mordes ermittelt wird, wehrt sich nach seiner Festnahme in Kreuzlingen TG gegen seine Ausschaffung an Österreich.  (Symbolbild)
Ein Mann, gegen den in Wien wegen Mordes ermittelt wird, wehrt sich nach seiner Festnahme in Kreuzlingen TG gegen seine Ausschaffung an Österreich. (Symbolbild) © KEYSTONE/URS FLUEELER
Ein Mann, der verdächtigt wird, in Wien ein Au-Pair umgebracht zu haben, widersetzt sich der Auslieferung an Österreich. Der Gambier war am Donnerstag in Kreuzlingen aufgrund eines österreichischen Haftbefehls festgenommen worden.

Bei seiner Anhörung am Freitag habe der Verdächtige erklärt, sich der Auslieferung an Österreich zu widersetzen, teilte das Bundesamt für Justiz (BJ) am Montag mit. Ein vereinfachtes Verfahren und damit die unverzügliche Auslieferung des Gambiers ist deshalb nicht möglich.

Das BJ wird nun die österreichischen Behörden auffordern, innerhalb der vorgesehenen Frist von 18 Tagen ein formelles Auslieferungsersuchen zu stellen. Der Mann befindet sich in Auslieferungshaft. Er war am Donnerstag im Empfangs- und Verfahrenszentrum Kreuzlingen festgenommen worden.

Gegen ihn wird in Wien wegen Verdachts des Mordes an einer 25-jährigen US-Studentin ermittelt, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete. Die Tote war am 26. Januar in ihrer Wohnung in Wien gefunden worden. Gemäss Obduktion war sie erstickt worden.

(SDA)


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