Kein “Pokémon Go” im KZ Auschwitz

Die Gedenkstätte Auschwitz hat die Macher von "Pokémon Go" aufgefordert, das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers aus dem Spiel zu entfernen. Auf dem Bild sind Pokémon-Jäger in den Niederlanden zu sehen. (Symbolbild)
Die Gedenkstätte Auschwitz hat die Macher von "Pokémon Go" aufgefordert, das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers aus dem Spiel zu entfernen. Auf dem Bild sind Pokémon-Jäger in den Niederlanden zu sehen. (Symbolbild) © KEYSTONE/EPA ANP/PIROSCHKA VAN DE WOUW
Die Gedenkstätte Auschwitz hat die Macher der Smartphone-App “Pokémon Go” aufgefordert, das Gelände des ehemaligen deutschen Konzentrationslagers aus dem Spiel zu entfernen. Damit hat das Museum auf Bilder der virtuellen Monster vor historischen Gedenktafeln reagiert.

Diese waren in US-Medien veröffentlicht worden, wie Museumssprecher Bartosz Bartyzel am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa sagte. “Wir gehen davon aus, dass die Bilder echt sind und es möglich ist, das Spiel auf dem Gelände des Museums Auschwitz-Birkenau zu spielen”, sagte er. Die Spielehersteller hätten bereits reagiert, man sei in Kontakt, hiess es. Zum Stand der Gespräche wollte das Museum zunächst keine Angaben machen.

Die App von Nintendo und Niantic Labs ist in Polen noch nicht offiziell eingeführt worden. Mittels eines Kniffs lässt sich das Spiel, das auf realen Geo-Daten basiert, aber trotzdem bereits installieren. Dem Personal der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau fielen bislang nach eigenen Angaben jedoch keine Besucher auf, die mit dem Smartphone Monster gejagt hätten.

Das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau war das grösste deutsche Vernichtungslager in der Zeit des Nationalsozialismus. Dort wurden mehr als eine Millionen Menschen ermordet, zumeist Juden.

(SDA)


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