Nach Helikopter-Absturz vor Norwegen stoppt Airbus Super-Puma-Flüge

An der norwegischen Küste finden Rettungskräfte Überbleibsel des verunglückten Helikopters. Flüge mit dem H225 Super Puma wurden seither weltweit untersagt.
An der norwegischen Küste finden Rettungskräfte Überbleibsel des verunglückten Helikopters. Flüge mit dem H225 Super Puma wurden seither weltweit untersagt. © KEYSTONE/AP NTB scanpix/RUNE NIELSEN
Nach dem schweren Helikopter-Unglück vor der Küste Norwegens hat der Hersteller Airbus alle Passagierflüge mit ähnlichen Maschinen weltweit gestoppt. Die norwegischen und britischen Behörden hatten bereits ein einstweiliges Flugverbot für den H225 Super Puma verhängt.

Dieses werde auf die gesamte Flotte ausgeweitet, teilte Airbus Helicopters in der Nacht auf Samstag mit. Das Unternehmen unterstütze voll und ganz die norwegischen Ermittler. Bei dem Absturz am Freitag kamen vermutlich alle 13 Menschen an Bord ums Leben. Elf Leichen wurden bislang geborgen, zwei Menschen noch vermisst.

Der Helikopter hatte elf Menschen von einer Ölplattform des norwegischen Konzerns Statoil zur Küste bringen sollen. Das Wrack liegt einem TV-Bericht zufolge unter Wasser, während der Rotor auf einem Felsen in etwa 300 Meter Entfernung gefunden worden sei. Augenzeugen zufolge lösten sich die Rotorblätter von dem Helikopter während des Fluges. Anschliessend sei die Maschine in Brand geraten und es habe eine Explosion gegeben.

Den schwersten Absturz eines Super Puma gab es 2009 vor der schottischen Küste. Damals kamen 16 Menschen ums leben. Auch damals lösten sich die Rotorblätter. Der Super Puma wird häufig in der Ölindustrie aber auch zu Passagierflügen und Rettungseinsätzen verwendet. In der norwegischen Ölbranche gab es zuletzt 1997 einen Helikopter-Absturz. Dabei starben zwölf Menschen. Auch damals ging es um einen Super Puma.

(SDA)


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