Nachts ist die Piste gefährlich

Nachts ist die Piste gefährlich
© Keystone/Ti-Press/Gabriele Putzu
Ein Tourenskifahrer fährt nachts im Skigebiet Malbun in ein Windenseil und wird dabei verletzt. Dabei sollte es klar sein: In der Dunkelheit ist die geschlossene Skipiste voller Gefahren.

“In der Tendenz sind immer mehr Tourenskifahrer in unserem Skigebiet unterwegs”, sagt Urs Gantenbein, Geschäftsführer der Bergbahnen Wildhaus AG. Dabei ist unerfreulich: “Es kommt auch vor, dass Schneesportler ausserhalb der Pistenöffnungszeiten unterwegs sind”, sagt er gegenüber dem Werdenberger und Obertoggenburger.

Pisten werden am Abend präpariert

Dabei ist vielen Sportlern offenbar nicht bewusst, auf welch riskantem Terrain sie sich in der Dunkelheit bewegen. Die Pisten werden nach Betriebsschluss präpariert. Dabei werden Pistenfahrzeuge eingesetzt, die zum Teil durch mehrere hundert Meter lange Windenseile gesichert werden. “Bereits zur Dämmerungszeit kann man solche Seile kaum mehr erkennen. Schwere oder gar tödliche Unfälle können die Folge sein.”

Mit voller Wucht ins Windseil

Genau dies wurde einem Tourenskifahrer am Mittwoch zum Verhängnis. Im lichtensteinischen Skigebiet Malbun war er auf einer Pistenskitour zur Bergstation Tälli unterwegs, bei der Abfahrt fuhr er mit voller Wucht in das Windenseil eines Pistenfahrzeugs. Er wurde mit unbestimmten Halsverletzungen ins Spital gebracht.

Die Windseile auf den Pisten sind nicht die einzige Gefahr: Auch Lawinensprengungen können durchgeführt oder Pistenmaschinen mit Fräsen unterwegs sein. Die Schweizer Bergbahnen warnen mit ihrem Merkblatt für Tourensikfahrern auch ziemlich drastisch: “Achtung Lebensgefahr.”

(agm)

 

 


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