Nächste Etappe beim Umbau des St. Galler Hauptbahnhofs

Als nächstes folgt nun die Neugestaltung des Bahnhofsgebäudes.
Als nächstes folgt nun die Neugestaltung des Bahnhofsgebäudes. © SBB
Die Umgestaltung des grössten Bahnhofs der Ostschweiz steht vor der nächsten Etappe: Nach der Verlegung der Bushaltestellen und dem Einbau von Werkleitungen folgt nun der Ausbau der zentralen Unterführung sowie die Neugestaltung des Bahnhofsgebäudes.

Bisher seien die Arbeiten “gut über die Bühne” gegangen, sagte der St.Galler Stadtingenieur Beat Rietmann am Donnerstag vor den Medien. Es habe keine Zwischenfälle gegeben.

Mit dem Grossprojekt, das den Umbau des Bahnhofs und eine Neugestaltung der Umgebung sowie des Bahnhofsplatzes beinhaltet, wurde im Mai 2015 begonnen. In der ersten Etappe sind nun die Bushaltestellen verlegt und Strassen aufgerissen worden, um Werkleitungen zu verlegen.

Ab Februar wird weitergebaut

Je nach Witterung werden diese Arbeiten ab Februar fortgesetzt. Gleichzeitig beginnt eine zweite Etappe, für die vor allem die SBB zuständig sind: Sie planen Umgestaltungen im Bahnhofsgebäude und im Dienstgebäude im Westen des Bahnhofs.

Die grössten Umstellungen wird allerdings der Neubau der zentralen Unterführung verursachen, die heute von der Mehrheit der täglich 75’000 Reisenden genutzt wird. Die SBB wollen sie von fünf auf acht Meter verbreitern, es gibt zwei Rolltreppen und Platz für zehn Geschäfte.

Unterführung ab Dezember geschlossen

Für diese Arbeiten seien verschiedene Varianten geprüft worden: “Am besten ist es, wenn wir die Unterführung sperren”, erklärte Urs Honold, Gesamtprojektleiter von SBB Infrastruktur. Das sei schneller und kostengünstiger.

Zuerst werden nun Vorarbeiten an die Hand genommen. Ab Dezember 2016 wird die Unterführung dann geschlossen sein und die Reisenden müssen auf die inzwischen fertig ausgebaute Westunterführung ausweichen. Bis dann sollen dort alle Arbeiten in der Umgebung beendet sein, damit es für die Pendlerströme in Richtung Innenstadt und Bushaltestellen keine zusätzlichen Hindernisse gibt.

Billettschalter werden verlegt

Auch im Bahnhofsgebäude gibt es Veränderungen. So werden die Billettschalter einige Meter nach Westen verlegt. Dort planen die SBB ein neues Reisezentrum, vergleichbar mit demjenigen im Bahnhof Winterthur. Insgesamt sind in und um den Bahnhof 29 Geschäfte vorgesehen. Unter anderem wird es je eine Filiale eines Lebensmittel-Grossverteilers im jetzigen Dienstgebäude und in der neuen Unterführung geben.

Bis im Herbst 2018 soll das Grossprojekt abgeschlossen sein. Insgesamt werden 78 Mio. Franken in die Neugestaltung des St. Galler Hauptbahnhofs investiert. 56 Millionen davon übernehmen die SBB, 22 Millionen die Stadt St. Gallen. (SDA)


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