Nächster Davoser Sieg gegen Bern

Der HCD bejubelt den Ausgleichtreffer von Enzo Corvi
Der HCD bejubelt den Ausgleichtreffer von Enzo Corvi © KEYSTONE/LUKAS LEHMANN
Der HC Davos gewinnt auch die vierte Saisonpartie gegen den SC Bern – diesmal auswärts mit 2:1 nach Penaltyschiessen. In dieser Verfassung droht der SCB die Playoffs zu verpassen. Die letzte Szene war symptomatisch. Keiner der SCB-Akteure wollte offenbar zum letzten Penalty antreten.

Als sich schliesslich Thomas Rüfenacht aus Eis begab, verschoss dieser kläglich. Davos, das selbst auf dem Zahnfleisch läuft und in diesen Tagen eigentlich ein dankbarer Gegner wäre, entführte den Zusatzpunkt ins Bündnerland. Die 17’031 Zuschauer in der zum zweiten Mal ausverkauften Arena quittierten die Vorstellung einmal mehr mit einem Pfeifkonzert.

Kämpferisch war den Bernern nicht viel vorzuwerfen, spielerisch aber weist der grosse SCB derzeit aber unerklärlich viele Defizite auf. Kaum einmal gelingt den Bernern ein schöner Spielzug, der den Gegner in Schwierigkeiten bringt. Immerhin das Powerplay funktioniert noch einigermassen: In der 22. Minute brachte Rüfenacht mit dem 44. Tor in Überzahl in dieser Saison in Führung; kein anderes NLA-Team traf bisher im Powerplay öfters.

Weil es auch dem HCD derzeit nicht läuft, entwickelte sich eine zerfahrene Partie. Es verwunderte deshalb nicht, dass die Bündner den Ausgleich ebenfalls in numerischer Überlegenheit erzielten. Enzo Corvi vollendete in der 44. Minute zum 1:1. Corvi war es auch, der den einzigen Penalty verwertete und dem HCD damit den vierten Sieg im vierten Duell dieser Spielzeit sicherte. Bern auf der anderen Seite kassierte die vierte Pleite in den letzten fünf Partien. Von den letzten elf Heimspielen gewannen die Berner nur gerade deren drei.

Bern – Davos 1:2 (0:0, 1:0, 0:1, 0:0) n.P.

17’031 Zuschauer (ausverkauft). – SR Stricker/Vinnerborg, Fluri/Tscherrig. – Tor: 22. Rüfenacht (Krueger, Conacher/Ausschluss Axelsson) 1:0. 44. Corvi (Ambühl, Lindgren/Ausschluss Roy) 1:1. – Penaltyschiessen: Luca Hischier -, Corvi 0:1; Moser -, Axelsson -; Krueger -, Du Bois -; Pascal Berger -, Marc Wieser -; Rüfenacht. – Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Bern, 6mal 2 Minuten gegen Davos. – PostFinance-Topskorer: Conacher; Lindgren.

Bern: Stepanek; Krueger, Untersander; Jobin, Gerber; Helbling, Flurin Randegger; Dubois; Bodenmann, Plüss, Moser; Conacher, Roy, Rüfenacht; Alain Berger, Luca Hischier, Pascal Berger; Müller, Reichert, Gian-Andrea Randegger; Nico Hischier.

Davos: Genoni; Heldner, Forster; Kindschi, Du Bois; Guerra, Jung; Forrer, Paschoud; Ambühl, Corvi, Jörg; Marc Wieser, Lindgren, Axelsson; Setoguchi, Walser, Picard; Kessler, Aeschlimann, Dino Wieser.

Bemerkungen: Bern ohne Bergenheim, Blum, Bührer, Ebbett, Kobasew, Kousa, Kreis, Ness, Smith (alle verletzt) und Scherwey (gesperrt), Davos ohne Simion, Sciaroni, Paulsson (alle verletzt), Schneeberger (gesperrt) und Brejcak (überzähliger Ausländer). Dubois mit Innenbandverletzung ausgefallen (18.). Timeouts Davos (27.) und Bern (34.).

(SDA)


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