«Nati-Trikots sind die Top-Seller»

Der Ex-Nati-Spieler Tranquillo Barnetta ist der jüngere Bruder vom Online-Shop-Betreiber Alessandro Barnetta.
Der Ex-Nati-Spieler Tranquillo Barnetta ist der jüngere Bruder vom Online-Shop-Betreiber Alessandro Barnetta. © zvg
Die Fussball-Weltmeisterschaft steht vor der Tür und die Schweiz macht sich auf das erste Spiel am kommenden Sonntag bereit. Bei den Verkäufern von Trikots herrscht Hochbetrieb.

Wer noch rechtzeitig zum WM-Start ein Trikot seiner Lieblingsnation ergattern will, muss sich sputen. Einerseits, weil die WM bereits am Donnerstag startet und andererseits, weil die Trikots weggehen wie warme Weggli. Zumindest beim Online-Shop von Alessandro Barnetta, dem grossen Bruder des ehemaligen Nati-Spielers Tranquillo Barnetta.

1000 Prozent mehr Umsatz

«Zurzeit machen wir rund 500 Prozent mehr Umsatz als in einem normalen Verkaufsmonat, 1000 Prozent mehr als in einem schwachen Monat», sagt Alessandro Barnetta. Die WM geniessen und zurücklehnen, liegt bei ihm nicht drin. Wenn der Verkauf immer so rege wäre, müsste er vier weitere Leute bei seinem Online-Shop Natitrikot.ch beschäftigen. «Wir geniessen es aber auch, dass im Moment so viel los ist.» Wenig verwunderlich ist, dass die Trikots der Schweizer Nati die Top-Seller bei Barnetta sind. Gleich danach folgen die Serben. Dafür hat Barnetta eine Erklärung: «Jedesmal, wenn bei einer Meisterschaft ein Balkan-Land dabei ist, kommen diese gleich nach den Schweizern.»

Riesen-Hype um Nigeria

Immer wieder für eine Überraschung gut sind die Trikots der Teams, welche die Allgemeinheit weniger auf dem Schirm hat. «Ägypten und Marokko sind schon lange ausverkauft. Das liegt aber daran, dass wir davon weniger bestellt haben. Es gab auch einen Riesen-Hype um die Nigeria-Trikots. Es hiess, diese seien weltweit innerhalb von zwei Minuten ausverkauft gewesen. Wir haben noch gar keine zugeschickt bekommen.»

«Ohne Italien fehlt etwas»

Die Trikots einer für Barnetta besonders wichtigen Nation hat er immer auf Lager und das, obwohl sie dieses Jahr an der WM gar nicht vertreten ist. «Ich verkaufe fast jeden Tag etwas von Italien. Auch wenn die Italiener dieses Jahr nicht dabei sind, wünscht sich ein italienisches Kind ein Trikot ‘seiner’ Mannschaft.» Über eines täuscht dies für den Italiener aber nicht hinweg: «Ohne die italienische Nationalmannschaft fehlt an der WM etwas. Absolut. Total.»

(red.)


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