Nationalrätin Doris Fiala kämpft gegen Demenz-Tabu

FDP-Nationalrätin Doris Fiala weiss, was eine Demenz-Diagnose für Angehörige bedeutet. Ihre Mutter litt an der Krankheit. (Archivbild)
FDP-Nationalrätin Doris Fiala weiss, was eine Demenz-Diagnose für Angehörige bedeutet. Ihre Mutter litt an der Krankheit. (Archivbild) © /KEYSTONE/GAETAN BALLY
FDP-Nationalrätin Doris Fiala hat ihre Mutter an Demenz verloren. Nun spricht die 59-Jährige über den schwierigen Umgang mit der Diagnose. Ihre Eltern hätten mit einer “Mischung aus Scham und Überforderung” reagiert. Die Demenz ihrer Mutter habe schleichend begonnen, schon vor dem 60.

Lebensjahr, erzählte Fiala der “Schweizer Illustrierten”. Der Vater habe die Mutter lange Zeit abgeschirmt und selber aufopfernd gepflegt. Irgendwann habe sich die Demenz jedoch nicht mehr verheimlichen lassen. Fialas Mutter starb 2002.

Die Politikerin fordert, dass die Krankheit nicht mehr länger stigmatisiert wird. “Demenz darf kein Tabu mehr sein. Demenz ist nichts, wofür man sich schämen muss, und es kann jeden von uns treffen.” Die Krankheit sei für Betroffene und Angehörige emotional und finanziell eine grosse Herausforderung.

(SDA)


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