Mehr Geld der Schweiz im Ausland

Der Bestand an Auslandvermögen ist zum Jahresende zwar grösser geworden, doch das Netto-Vermögen der Schweiz nahm gemäss SNB ab. (Symbolbild).
Der Bestand an Auslandvermögen ist zum Jahresende zwar grösser geworden, doch das Netto-Vermögen der Schweiz nahm gemäss SNB ab. (Symbolbild). © KEYSTONE/GAETAN BALLY
Der Bestand des Auslandsvermögens hat sich im vierten Quartal um 113 Milliarden Franken auf die enorme Summe von 4260 Milliarden Franken erhöht. Auch im Vergleich mit dem Stichtag des Vorjahres legte der Wert um 42 Milliarden Franken zu.

Als Hauptursachen für diesen Anstieg gibt die Schweizerische Notenbank SNB am Montag in einer Mitteilung zwei Entwicklungen an. Einerseits zogen die Direktinvestitionen im Ausland an, was in erster Linie darauf beruhte, dass im Inland ansässige Unternehmen mehr Kredite an ihre Tochtergesellschaften in Ausland vergaben. Gleichzeitig erhöhten aber auch die Nationalbank selber, Unternehmen und die Geschäftsbanken ihre Forderungen gegenüber dem Ausland.

Andererseits erhöhten sich die Auslandsvermögen, weil Kapitalgewinne aufgrund der Börsen – und Wechselkursentwicklungen angefallen waren.

Gleichzeitig erhöhte sich aber auch der Bestand der Passivseite, also nicht nur die Vermögen, sondern auch die Verbindlichkeiten. Diese legten im vierten Quartal um 127 Milliarden Franken auf 3652 Milliarden Franken zu. Im Vergleich mit dem Vorjahresendwert bedeutet dies einen Zuwachs um 116 Milliarden Franken.

Als wesentliche Gründe für diese Entwicklung gibt die SNB gemäss dem Communiqué an, dass im Inland ansässige Unternehmen wiederum auch mehr Kredite bei ihren Tochterfirmen im Ausland aufgenommen und die Börsenkurse in der Schweiz zugelegt haben. Letztere stellen nämlich Vermögenszuwächse von Ausländern dar, wenn sich die Wertpapiere nicht in Schweizer Hand befinden.

Bringt man nun Aktiv- und Passivseite zusammen, so zeigt sich, dass das Nettoauslandsvermögen im Vergleich mit dem dritten Quartal 2015 um 13 Milliarden Franken auf 609 Milliarden Franken abgenommen hat. Dies stellt im Vorjahresvergleich zum Stichtag an den Jahresendenden eine Abnahme von 74 Milliarden Franken dar.

(SDA)


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