Netz von Kokain-Dealern in der Waadt, im Jura und in Biel zerstört

Eine Röntgenaufnahme zeigt, dass die Dealer zum Teil mehrere Dutzend Kokain-Fingerlinge im Magen-Darmtrakt transportierten. (Bild: Kapo VD)
Eine Röntgenaufnahme zeigt, dass die Dealer zum Teil mehrere Dutzend Kokain-Fingerlinge im Magen-Darmtrakt transportierten. (Bild: Kapo VD) © Police cantonale vaudoise
Die Waadtländer Kantonspolizei hat ein weit verzweigtes Netz eines nigerianischen Kokain-Schmuggels ausgehoben. 4,6 Kilogramm Kokain wurden beschlagnahmt und insgesamt zwölf Personen in der Region Lausanne, aber auch in Delsberg und in Biel verhaftet.

Die Drogen kamen via die Niederlande und Spanien in die Schweiz, wie die Waadtländer Kantonspolizei am Donnerstag mitteilte. Die Dealer deckten den Genferseeraum mit mehreren Dutzend Kilogramm Kokain ein.

Im Magendarm-Trakt transportiert

Transportiert wurden die Drogen in Reisetaschen und im Magendarm-Trakt von Body-Packern. Manche Kuriere hatten nach Polizeiangaben Dutzende von Fingerlingen zu jeweils 10 Gramm Kokain geschluckt, die sie am Bestimmungsort wieder ausschieden.

Das beschlagnahmte Kokain hatte einen Marktwert von 500’000 Franken. Wie die Polizei schreibt, war ein Teil der Drogen von einem höheren Reinheitsgrad, als er üblicherweise auf der Strasse anzutreffen ist. Die Polizei geht deshalb davon aus, dass der Stoff verschnitten werden sollte, um die Menge und den Verkaufspreis zu erhöhen.

Verdächtige stammen aus Polen und Afrika

Die zwölf Drogenkuriere wurden zwischen Dezember 2014 und September 2015 in Lausanne, Renens, Vevey, Territet und Chavornay im Kanton Waadt verhaftet, ebenso wie in Delsberg JU und in Biel BE. Die Verdächtigen – elf Männer sowie eine Frau zwischen 23 und 43 Jahren – befinden sich nach wie vor in Haft. Die meisten von ihnen stammen ursprünglich aus Afrika sowie aus Polen.

(SDA)


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