Neue 50er-Noten mit Papier aus Landquart

Von Dumeni Casaulta
Der Entwurf für die neue 50er-Note, er wird gestalterisch und technisch noch überarbeitet
Der Entwurf für die neue 50er-Note, er wird gestalterisch und technisch noch überarbeitet © Keystone/Schweizerische Nationalbank SNB
Am Mittwoch wird in Bern die neue 50er-Note vorgestellt. Mit einer Verspätung von fünf Jahren. Gedruckt werden die Noten auf Papier aus dem FM1-Land.

Ursprünglich war die Ausgabe der neuen Banknotenserie für das Jahr 2010 geplant. Wegen technischer Probleme wurde die Einführung jedoch mehrfach verschoben. Ab kommender Woche kommt mit der 50er-Note, die erste Note der neuen Serie nun in den Umlauf. Vorgestellt wird sie am Mittwoch in Bern. Im Abstand von sechs bis zwölf Monaten folgen die weiteren Noten. Als nächstes die 20er. Bis 2019 sollen alle Noten der neuen Serie unter die Leute gebracht werden.

Sicherheitspapier aus Landquart

Gedruckt werden die Noten auf Spezialpapier, welches in Landquart hergestellt wird, von der Landqart AG. Das Spezialpapier, “Durasafe” genannt, soll den höchsten Sicherheitsanforderungen genügen. “Es setzt sich aus zwei Papierlagen und einem völlig transparenten Kern aus Polymer zusammen”, schreibt das Unternehmen auf seiner Webseite. Die Aussenlagen bestünden aus Hochsicherheitspapier mit Wasserzeichen, Faser und anderen traditionellen Sicherheitsmerkmalen. Auf die Polymer-Schicht kann ein weiteres Sicherheitsmerkmal eingearbeitet werden, dadurch wird eine Fälschung noch schwieriger. Weitere Angaben macht das Unternehmen auf Anfrage nicht und verweist auf die Medienkonferenz der Schweizerischen Nationalbank (SNB) vom Mittwoch.

100er-Note am beliebtesten

Der Auftrag der SNB ist für die Landqart AG sicherlich lukrativ, sind in der Schweiz doch über 400 Millionen Banknoten im Umlauf. Am verbreitetsten ist übrigens die 100er-Note (knapp 112 Millionen Noten im Umlauf), gefolgt von der 20er-Note (knapp 83 Millionen).

Neue Noten sind kleiner

Entworfen haben die neuen Banknoten die Zürcher Grafikerin Manuela Pfrunder. Sie wurde beim Ideenwettbewerb von 2005 zwar nur Zweite. Die Nationalbank fand ihre Entwürfe aber am besten realisierbar, darum bekam sie den Zuschlag. Wie die Banknoten tatsächlich aussehen, ist noch unbekannt. Die Entwürfe werden in gestalterischer und technischer Hinsicht noch grundlegend überarbeitet. Man darf also gespannt sein. Schon bekannt ist, dass die neuen Nötli etwas kleiner sein werden als die bisherigen.

 


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen