Neue Motoren – “Ein Meilenstein in unserer Geschichte”

Von Angela Müller
Bei strahlendem Sonnenschein läuft die MF Romanshorn in die Werft ein. Bis Ende April werden ihr zwei neue Motoren eingebaut.
Bei strahlendem Sonnenschein läuft die MF Romanshorn in die Werft ein. Bis Ende April werden ihr zwei neue Motoren eingebaut. © pd
Neues Herz – 60 Jahre ist die Fähre Romanshorn über den Bodensee gefahren, nun verbringt sie den Winter in der Werft und bekommt zwei neue Motoren für 1,5 Millionen Franken.

“Es ist das erste Mal, dass wir bei einer Fähre neue Motoren einbauen lassen”, sagt Andrea Ruf, Gechäftsführerin der Schweizerischen Bodensee Schifffahrt. Die Rede ist von der MF Romanshorn mit Baujahr 1958. Sie ist  55 Meter lang und verkehrt  zwischen Friedrichshafen und ihrem Heimathafen Romanshorn.

Lässt der Fähre Romanshorn zwei neue Motoren einsetzen - Andrea Ruf, Geschäftsführerin der Schweizer Bodensee Schifffahrt AG.

Lässt der Fähre Romanshorn zwei neue Motoren einsetzen: Andrea Ruf, Geschäftsführerin der Schweizer Bodensee Schifffahrt AG. ©Nano do Carmo, Thurgauer Zeitung

Zwei 860 PS starke Motoren

“Am Montag haben wir sie in unsere Werft in Romanshorn gebracht. Dort werden ihr zuerst die beiden alten, 600 PS starken, Motoren ausgebaut”, sagt Ruf. Der Fähre werden bis zum 30. April zwei brandneue, 860 PS starke, Caterpillar Motoren eingebaut. Die Neubestückung kostet rund 1,5 Millionen Franken. “Ein solcher Motoren-Neueinbau ist ein Meilenstein in unserer Geschichte” sagt Ruf. “Eine neue Fähre wäre mit rund 16 Millionen Franken um ein vielfaches teurer”, sagt Ruf.

Der Umbau lohnt sich für die Bodensee Schifffahrt auch deshalb weil, die MF Romanshorn noch “sehr gut im Schuss ist.”

Weiterhin im gleichen Tempo unterwegs

Die Fähre verkehrt seit 60 Jahren auf dem Bodensee. Sie kann bis zu 560 Personen, 35 Personenwagen und sechs Lastwagen transportieren. “Die neuen Motoren sind zwar leistungsstärker, wir werden aber trotzdem nicht schneller als 22 Stundenkilometer fahren.” Ob die neuen Motoren auch 60 Jahre halten werden, bezweifelt Ruf. “Solche zuverlässigen und langlebigen Motoren werden heute wohl kaum mehr hergestellt. “Doch natürlich garantieren wir weiterhin einen zuverlässigen Schiff- und Fährbetrieb auf dem Bodensee.”

Die Fähre liegt nun im Trockenen. ©pd

Die Fähre liegt nun im Trockenen. ©pd

Werftarbeiter bereiten die Fähre auf den Umbau vor. ©pd

Werftarbeiter bereiten die Fähre auf den Umbau vor. ©pd

 


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