Neue Flixbus-Destinationen ab St.Gallen

Flixbus-Passagiere an der Bushaltestelle beim Hauptbahnhof in St.Gallen.
Flixbus-Passagiere an der Bushaltestelle beim Hauptbahnhof in St.Gallen. © Tagblatt/Archiv
Der deutsche Fernbusriese Flixbus baut sein Angebot aus. Ab dem 16. Mai kann man mit den grünen aber nicht unumstrittenen Bussen auch von St.Gallen aus nach Feldkirch, Bludenz, St. Anton, Innsbruck und Rosenheim fahren. Beim Flixbus-Standort Chur bleibt vorerst alles beim Alten.

Zurzeit bietet Flixbus ab St.Gallen die folgenden Destinationen direkt an: Lörrach, Lyon, Annecy, Bregenz, Lindau, Memmingen, Wien, Innsbruck, die beiden kroatischen Städte Ljubjana und Maribor sowie die kroatischen Orte Koprivnica, Varaždin, Čakovec und Đurđevac.

Ab Ende April fährt Flixbus auch tagsüber nach Lyon und in rund einem Monat kommen mit Feldkirch, Bludenz, St. Anton, Innsbruck und Rosenheim vier österreichische und eine deutsche Destination neu dazu. Diese werden dann auch von Zürich und Basel aus angefahren.

Beim zweiten Flixbus-Standort im FM1Land, Chur, ändert sich vorläufig nichts. Von Chur aus gibt es zurzeit Direktverbindungen nach Turin, Mailand, Bologna, Florenz, Rom, Dornbirn, Lindau, Bregenz, Memmingen, Ulm, München, Regensburg, Weiden (Deutschland), Hof (Deutschland), Leipzig, Berlin, Neu-Ulm, Stuttgart, Mannheim, Karlsruhe, Frankfurt und Ludwigshafen.

Noch nie so viele Fahrgäste

Fernbusreisen, auch oder gerade als billigere Alternative zu Zug- oder Flugzeugreisen, erfreuen sich zurzeit grosser Beliebtheit. Wie Flixbus am Donnerstag mitteilte, verzeichnete das Unternehmen über die Osterfeiertage einen Fahrgastrekord. Allein am Gründonnerstag habe man 70 Prozent mehr Gäste befördert als in der Vorwoche, teilt das Unternehmen mit.

Beliebtestes Reiseziel über Ostern von der Schweiz aus (ab Basel, Bern und Zürich) war München. Seit kurzem fährt Flixbus ausserdem auch ab Luzern, das Angebot ab Zürich und Basel wird wie erwähnt ausgebaut.

Busse für Busse

Flixbus sorgte jüngst allerdings auch für Negativ-Schlagzeilen. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) brummte dem Unternehmen eine Busse von 3000 Franken auf (FM1Today hat darüber berichtet). Das BAV wirft Flixbus vor, gegen das Kabotageverbot verstossen zu haben. Dieses besagt, dass Gäste, die in der Schweiz zusteigen, nicht wieder in der Schweiz aussteigen dürfen. Schweizer Gäste können also lediglich grenzüberschreitende Verbindungen buchen.

Sinn und Zweck des Kabotageverbotes ist es, einheimische Transportunternehmen (wie die SBB) vor ausländischen Billigkonkurrenten zu schützen, die mit viel niedrigeren Kosten operieren. Flixbus wehrt sich gegen die Busse.

Flixbus ist ein europaweit agierender Mobilitätsanbieter aus Deutschland und bietet seit 2013 Fernreisen an. Dies sei, so Flixbus, eine bequeme, ökologisch und preiswerte neue Art zu reisen. Flixbus hat das grösste Fernbusnetz in Europa mit 120’000 täglichen Verbindungen zu 1000 Zielen in 21 Ländern.

(uli/red)


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