Neue Sportklinik und Migros fürs Appenzellerland?

SGT/Urs Bucher
SGT/Urs Bucher © Haus "ob dem Holz" in Rehetobel
Die Einwohner von Herisau und Rehetobel stimmen am Sonntag über Zukunftsweisendes ab: Zum einen geht es um einen Neubau der Migros in Herisau und um eine Sportklinik im Rehetobel.

Die Herisauerinnen und Herisauer stimmen am Sonntag über eine Änderung des Zonenplans im Dorfzentrum ab. Das hat grosse Auswirkungen: Je nach Ergebnis, wird die Migros ihren geplanten Neubau im Zentrum verwirklichen können – oder eben nicht.

Migros verschwindet so oder so

Das Projekt Migros-Neubau ist seit Jahren ein Politikum in Ausserrhodens Hauptort. Gegen das Projekt kämpft vor allem der Heimatschutz. Dieser wehrt sich gegen die Schutzentlassung des Brühlhofs, ein herrschaftliches Wohnhaus aus der Biedermeierzeit. Ausserdem stehen auf dem bisherigen Gelände der Migros Mammutbäume, wohl Überbleibsel einer Parkanlage. Sie müssten dem Neubau weichen.

Für den Heimatschutz wäre ein Nebeneinander von Brühlhof und neuer Migros möglich. Für die Migros kommt das aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht in Frage.

Zukunftsweisend ist die Abstimmung vom Sonntag vor allem, weil die Migros ihre Tore nächsten Sommer im Dorf schliessen wird – so oder so. Das Gebäude ist energetisch und logistisch nicht mehr tragbar. Das heisst: Lehnt die Stimmbevölkerung die Zonenplanänderung und die Schutzentlassung am Sonntag ab, ist Herisaus Dorfkern ab nächstem Sommer verwaist – die Migros zieht dann ins Provisorium am Dorfrand und wird sich nach einem anderen definitiven Standort umsehen. Das lokale Gewerbe fürchtet dann einen massiven Rückgang der Kundschaft im Dorf.

 

SGT/Hanspeter Schiess

Die jetzige Migros in Herisau SGT/Hanspeter Schiess

Sportklinik in Rehetobel

Bei der Abstimmung in Rehetobel geht es um eine Sportklinik. Das ehemalige Gemeindealtersheim “Haus ob dem Holz” inklusive Remise soll das Baurecht abgegeben. Stattdessen soll auf dem Grundstück eine Sportklinik entstehen. Die Sportsmedicine Excellence Gruppe will am besagten Ort ein Therapie- und Regenerationszentrum erstellen. Das Projekt wird aber nicht von allen gut aufgenommen. Kritisiert wird unter anderem, dass etliche Rahmenbedingungen nicht bekannt sind. (red)


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