Neue Bündner Webseite sorgt für Zoff

Von Linda Aeschlimann
Die Bündner Webdesigner fühlen sich von Graubünden Ferien hintergangen.
Die Bündner Webdesigner fühlen sich von Graubünden Ferien hintergangen.
In Graubünden hängt der Haussegen schief. Der Grund: Die neue Webseite von Graubünden Ferien hat ein St.Galler Unternehmen gestaltet. Die Bündner Internet-Cracks sind sauer.

Neuer CEO, neue Webseite: Die Marketingorganisation Graubünden Ferien macht Frühlingsputz. Allerdings nicht sauber, findet der Bündner Unternehmer Ivo “Fifi” Frei von der skipp communications AG.

Die neue Webseite von Graubünden Ferien hat die St.Galler Firma Namics gestaltet.

St.Galler überzeugten mehr

Der Ärger von Ivo Frei ist für Oliver Kerstholz von Graubünden Ferien nachvollziehbar. “Der Markt spielt – der Markt funktioniert. Die Ausschreibung ist an fünf Firmen gegangen. Dort ist ein Bündner Unternehmen dabei gewesen. Aber wir haben uns am Schluss für ein anderes entschieden.” Dazu denke auch eine Tourismus-Organisation unternehmerisch, sagt Kerstholz weiter.

Graubünden Ferien nicht konsequent

Diese Rechnung geht für Ivo Frei nicht auf: “Es kann nicht sein, dass man sagt Touristen müssten in der Region bleiben. Aber selber vergibt man die Aufträge in andere Kantone oder sogar andere Länder. Es gibt einen Wirtschaftskreislauf. Diesen lernt man in der ersten Schulstunde.”

Für Oliver Kerstholz geht es nicht um die Frage zwischen St.Gallen und Graubünden. Sondern um Konzepte, bei denen das Zielführendste gewinnt.

Steuergelder als Problem

Auch für Ivo Frei ist nicht das Hauptproblem, dass eine St.Galler Firma den Zuschlag erhalten hat und seine Firma nicht. Für den Churer sind die Steuergelder der springende Punkt. “Ich bin der Meinung, dass Steuergelder primär in der Region vergeben werden sollten, sofern Projekte zu vernünftigen Preisen gemacht werden können.”


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