Neuer Gesamtarbeitsvertrag bei Stadler Rail

Peter Spuhler: Erfolgreicher Unternehmer, der sich 2011 aus dem Nationalrat zurückzog.
Peter Spuhler: Erfolgreicher Unternehmer, der sich 2011 aus dem Nationalrat zurückzog. © CEO Peter Spuhler hat sich mit den Gewerkschaften auf einen neuen GAV geeinigt. (Keystone/Gian Ehrenzeller)
Stadler Rail und die Gewerkschaft Unia haben einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) unterzeichnet. Die Arbeitszeit wird dabei erhöht, die Mindestlöhne ebenfalls. Auch gibt es einen zusätzlichen Tag Ferien.

Stadler Rail hat im Februar wegen der Frankenstärke die Wochenarbeitszeit von rund 3000 Mitarbeitern in der Schweiz von 39,5 auf 42,5 Stunden erhöht. Die befristete Massnahme wurde zusammen mit der Unia beschlossen und läuft Ende Jahr aus. Verlängert wird sie nicht.

Ab dem nächsten Jahr gilt ein neuer Gesamtarbeitsvertrag für die Division Schweiz von Stadler Rail. So beträgt die Arbeitszeit neu 40 statt 39,5 Stunden pro Woche. Die Mitarbeiter bekommen einen zusätzlichen Ferientag, damit nähert sich Stadler Rail der Regelung des Branchenverbandes Swissmem an. Die Mindestlöhne für Facharbeiter und Techniker werden um 200 Franken erhöht. Ab dem 58. Altersjahr geniessen die Mitarbeiter einen besonderen Schutz bei Umstrukturierungen.

Stadler-Rail-Chef Peter Spuhler wird in einer Mitteilung zitiert: “Es handelt sich um einen sehr fairen Vertrag, der uns ermöglicht, die Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens zu halten.” Er spricht auch von einer Stärkung des Werkplatzes Schweiz.

Die Mitarbeiter an den Standorten Bussnang, Altenrhein und Winterthur wurden heute informiert. (rr)


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