Neuer Käfig für ZSC Lions: Zürcher Stimmvolk sagt Ja zum Stadion

Neuer Käfig für ZSC Lions: Zürcher Stimmvolk sagt Ja zum Stadion
© KEYSTONE/WALTER BIERI
Die ZSC Lions bekommen ein neues Eishockeystadion in Zürich-Altstetten. Die Stadtzürcher haben dem Anliegen der Löwen zugestimmt. Verläuft alles nach Plan, soll der erste Puck im Jahr 2022 in einem Tor des «Theatre of Dreams» versenkt werden.

Die Stimmberechtigten sagten mit 56,6 Prozent Ja zur Vorlage. Die Stimmbeteiligung lag bei 45,2 Prozent. 55’420 legten ein Ja in die Urne, 42’447 waren dagegen. Alle Stadtkreise befürworteten das Projekt, das eine Haupthalle mit 11’600 Plätzen, eine Trainingshalle sowie Restaurants und Büroflächen vorsieht.

Der Eishockeyclub erhält nun für den Bau des Stadions, der im Jahr 2019 beginnen soll, ein zu verzinsendes Darlehen der Stadt Zürich in Höhe von 120 Millionen Franken. Dieses muss innerhalb von 65 Jahren zurückbezahlt werden.

Ausserdem bekommt er ein Baurecht für das 28’000 Quadratmeter grosse Grundstück auf dem Vulkanareal – ebenfalls mit einer Laufzeit von 65 Jahren und zusätzlich zwei Verlängerungsoptionen von jeweils 15 Jahren. Der anfängliche Baurechtszins beträgt 35’000 Franken.

Mit dem Ja gewährten die Stimmberechtigten auch einen jährlichen Betriebsbeitrag der Stadt von 2 Millionen Franken an die ZSC Lions AG während 30 Jahren.

Ein Objektkredit von 2,8 Millionen Franken für die Altlastensanierung des Grundstücks, auf dem Familiengärten stehen, und ein Objektkredit von 1,9 Millionen Franken für Erschliessungsmassnahmen waren ebenfalls Teil der Vorlage.

Ebenfalls angenommen wurden die höheren Parkgebühren in der Zürcher Innenstadt. Erstmals seit 1994 werden damit die Gebühren für die weissen Strassenparkplätze in den sogenannten Hochtarifzonen erhöht. Neben der Innenstadt und Oerlikon wird es neu auch eine Hochtarifzone im Ausgangsviertel Zürich-West geben.

Die Stadtzürcher Stimmberechtigten nahmen die Vorlage mit einem Ja-Stimmenanteil von 51,6 Prozent an. 50’931 legten ein Ja in die Urne, 47’751 waren dagegen.

Neu kostet damit eine halbe Stunde einen Franken, eine Stunde drei Franken. Bisher waren es 50 Rappen für eine halbe Stunde und zwei Franken für eine Stunde. Mit der Erhöhung der Parkgebühren nimmt die Stadt voraussichtlich rund zwei Millionen Franken an zusätzlichen Gebühren ein.

Der Polizeivorsteher wird nun in eigener Kompetenz die Betriebszeiten der Parkuhren anpassen. Insgesamt werden diese verkürzt, in Zürich-West am Wochenende hingegen ausgedehnt.

Die Stadtzürcher mussten über die höheren Parkgebühren abstimmen, da der Zürcher TCS und die City Vereinigung das Referendum gegen den Parlamentsentscheid ergriffen hatten.

(SDA)


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