Neuer Sturm: Auf «Burglind» folgt «Evi»

Von Stephanie Martina
«Burglind» verursachte in Rorschach grosse Wellen: Auch «Evi» dürfte in der Bodenseeregion am stärksten wüten
«Burglind» verursachte in Rorschach grosse Wellen: Auch «Evi» dürfte in der Bodenseeregion am stärksten wüten © Tagblatt
In der Nacht auf Dienstag zieht bereits wieder ein Sturm auf: Nach Orkan «Burglind» fegt Wintersturm «Evi» über die Schweiz. Im FM1-Land dürfte das Tief erneut in der Bodenseeregion die grössten Spuren hinterlassen.

Die Aufräumarbeiten nach dem Sturmtief «Burglind» sind noch in Gang – und schon zieht der nächste Wintersturm auf. Doch so viel vorweg: Sturm «Evi» kann «Burglind» nicht das Wasser reichen. «Wir erwarten, dass in der Nacht starker bis stürmischer Wind aufkommt, der im Laufe der Nacht zulegt und am Dienstagvormittag seine Spitze erreicht. Im Flachland rechnen wir mit Böen von rund 90 km/h. Auf den Berggipfeln – wie etwa auf dem Säntis – gehen wir davon aus, dass die Orkanböen bis zu 150 km/h erreichen können», sagt Roger Perret von Meteonews. Zum Vergleich: «Burglind» fegte mit Böenspitzen von bis zu 200 Stundenkilometern über die Schweiz.

Vorsicht – vor allem in der Bodenseeregion

«Burglind» sorgte vor allem im Rheintal und in der Bodenseeregion für Verwüstung. Wo «Evi» am stärksten wüten wird, ist laut Perret schwer vorherzusagen. Aktuell sehe es danach aus, als würde es ein weiteres Mal die Bodenseeregion treffen.

Auch wenn Sturmtief «Evi» nicht mit einer solchen Wucht wie «Burglind» übers FM1-Land fegen wird, rät der Meterologe: «Wer nicht unbedingt in den Wald muss, sollte es lassen. Ausserdem macht es Sinn, sich auf den Sturm vorzubereiten und zu befestigen, was weggeweht werden könnte. Was jedoch Sturm ‹Burglind› standgehalten hat, wird auch ‹Evi› trotzen.»

Es bleibt stürmisch

Am Dienstag Mittag dürfte der Sturm langsam abflachen. Doch das Tief «Evi» bestimmt unser Wetter weiterhin. Auch in den nächsten Tagen bleibt es deshalb windig. «In der Fachsprache sprechen wir von Randtiefs, die bis am Donnerstag übers Land ziehen und immer mal wieder für starken oder sogar stürmischen Wind sorgen werden. Wir rechnen mit Windspitzen von bis zu 80 km/h», erklärt Perret.

Manchmal erhalte ein kleines Tief – ein sogenanntes Randtief – auch einen eigenen Namen. Bereits jetzt steht fest, wie ein solches Mini-Tief, das gegen Donnerstag vorüberziehen wird, heissen würde: Friederike.

So oder so: Auch der nächste Sturm trägt einen Frauennamen. Denn dieses Jahr sind die Tiefs weiblich und die Hochs männlich. «Nächstes Jahr ist es dann wieder umgekehrt. Es muss ja fair sein», scherzt Roger Perret.

«‹Burglind› war ein Ausnahme-Sturm»

Dass innert zwei Wochen gleich zwei Winterstürme über die Schweiz brausen, ist laut Perret nichts Aussergewöhnliches. «Aussergewöhnlich war der Sturm ‹Burglind›. Die Stürme, die wir diese Woche erwarten, sind ganz normale Winterstürme.»


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen