Neues Wollaffen-Männchen im Zolli

Einer der beiden Wollaffen, die im Zoo Basel eine neue Heimat gefunden haben. Vorderhand müssen sie ohne weibliche Gesellschaft ein Junggesellen-Leben fristen.
Einer der beiden Wollaffen, die im Zoo Basel eine neue Heimat gefunden haben. Vorderhand müssen sie ohne weibliche Gesellschaft ein Junggesellen-Leben fristen. © Foto: Zoo Basel (T.Weber)
Zwei Wollaffen haben im Zoo Basel eine neue Heimat gefunden. Die beiden Männchen dürften vorderhand Junggesellen bleiben, denn Wollaffen-Weibchen sind im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) rar. 

Die letzten zwei Jahre hatte es im Zolli keine Wollaffen mehr. Am 28. Oktober sind in Basel jedoch zwei Männchen eingetroffen, wie der Zoo am Mittwoch mitteilte. Der sechsjährige Branco stammt aus dem englischen Affenpark Monkeyworld, der fünfjährige Sabio aus dem auf Affen spezialisierten Zoo Apenheul in den Niederlanden.

Männerüberschuss

In den Zolli kam das Zweiergespann, weil bei den Wollaffen im EEP weiterhin ein Männerüberschuss herrscht und für das Duo ein neuer Platz gesucht wurde. Ein Weibchen hat der Zolli derzeit aber nicht in Aussicht, wie es auf Anfrage hiess. Fernziel sei es jedoch, dereinst wieder Wollaffen zu züchten.

In Basel hat die südamerikanische Primatenart Tradition: In den 1970er- bis 1990er-Jahren lebte im Zolli eine grosse Wollaffen-Gruppe, die regelmässig auch Nachwuchs hatte. Immer wieder traten bei den Tieren gesundheitliche Probleme auf. Häufig litten sie unter Bluthochdruck, wie der Mitteilung zu entnehmen ist.

Wegzug wegen Umbau

Die beiden letzten Tiere dieser Gruppe verliessen den Zolli 2010 wegen des Umbaus des Affenhauses. Sie fanden eine neue Heimat im Monkeyworld-Park, aus dem nun Branco nach Basel kam.

Ab Ende 2012 beherbergte für rund anderthalb Jahre ein Wollaffen-Trio aus Frankreich, das umbaubedingt ausquartiert worden war. Auch diese drei Männchen mussten auf weibliche Gesellschaft verzichten. Bei ihrer Ankunft in Basel traf es im EPP auf 22 Männchen nur gerade elf Weibchen.

(SDA)


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