Nie mehr bücken, wenn Fifi Häufchen macht

Der 77-jährige Ewald Guerra will sich nicht mehr bücken um Kot aufzulesen.
Der 77-jährige Ewald Guerra will sich nicht mehr bücken um Kot aufzulesen. © ZVG
Hundekot aufzulesen gehört zu den Pflichten jedes Hundehalters. Doch was, wenn man sich altersbedingt nicht mehr bücken kann? Ein Romanshorner Pensionär hat ein nützliches Hilfsmittel erfunden.

Ewald Guerra führte immer wieder den Hund “Jacky” von seiner Tochter aus. “Nach einigen Operationen hatte ich Mühe, die Hundehaufen aufzulesen”, sagt der 77-Jährige aus Romanshorn. Der ehemalige Bauunternehmer machte sich Gedanken dazu, wie man die Haufen am besten auflesen kann – und fand keine gängigen Hilfsmittel, die ihn befriedigten. So entschloss sich Guerra, einen eigenen Greifer zu entwickeln, um die Häufchen der Vierbeiner aufzulesen.

“Nach zehn Prototypen hatte ich dann eine superschöne Lösung”, sagt der ehemalige Besitzer eines Baugeschäfts. Sein selbstentwickelter Greifer ist 250 Gramm schwer, dreissig Zentimeter lang – “bis zu dieser Distanz können sich die meisten bücken” – und kostet 98 Franken. In diesem Preis inbegriffen ist eine Umhängetasche und eine LED-Lampe.  “Das Material der Tasche allein macht 15 Franken aus, und man ist bei deren Verarbeitung sicher eine Stunde dran”, sagt er.

Guerra hat schon etwa zehn seiner Kot-Greifer verkauft. “Die Gemeinden begrüssen diese Idee”, freut er sich. Die ersten Greifer hat er selber entwickelt, für die weitere Produktion arbeitet er mit einer Invaliden-Gruppe zusammen. Seine Geschäftsidee ist er bereits am Erweitern: Er arbeitet an einem Greifer “Typ Universal”, der dann älteren Menschen in Spitälern und Pflegeheimen zu Hilfe kommen soll.

Der Kot-Greifer eigne sich übrigens auch für Hündeler, “die den warmen Gagel nicht mit der Hand aufheben wollen”. Wer also genug vom Hundekot auflesen hat – ob aus gesundheitlichen oder anderen Gründen – kann sich einen Greifer bei Ewald Guerra via Email bestellen.

(rar/lak)


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