Niemand ist verantwortlich für das Einstürzen eines Pistenfahrzeuges

Symbolbild des Silvaplanersee
Symbolbild des Silvaplanersee © (KEYSTONE/Arno Balzarini)
Vor rund einem Jahr ist ein Lenker eines Pistenfahrzeuges im Silvaplanersee im Eis eingebrochen und im See versunken. Dabei kam der Mann ums Leben. Die Staatsanwaltschaft hat nun die Untersuchungen eingestellt – niemand trägt die Schuld am Unfall. Er habe auch nicht vermieden werden können.

Der tragische Unfall ereignete sich am 11. Februar letzten Jahres, ein Mann präparierte die Langlaufloipe in Silvaplana. Dabei fuhr er mehrmals von Silvaplana über den See bis nach Sils und wieder zurück. Diese Arbeit führte er schon mehrere Jahre aus. Als er nach rund drei Stunden präparieren über das Eis auf dem Silvaplanersee fuhr, brach das dieses plötzlich ein. Der Mann stürzte mit dem Fahrzeug in den See und starb.

Untersuchungen der Staatsanwaltschaft haben nun ergeben, dass der Unfall nicht hätte vermieden werden können. Die Pistenfahrzeuge waren kurze Zeit vorher noch mit sogenannten “Schwimmern” versehen. Diese tragen das Pistenfahrzeug auf dem Wasser. An jenem Tag habe man jedoch entschieden, dass die Eisdecke weiter gewachsen sei und deshalb die Schwimmer nicht weiter nötig sind. Weil keine Anzeichen für eine instabile Eisdecke bestand, sei man davon ausgegangen, dass durch die Wegnahme der Schwimmer für das nun leichtere Gefährt keine Gefahr bestünde.

Wie die Untersuchungen zeigen, hat vermutlich die höhere Temperatur zur Schwächung der Eisdecke geführt. Deshalb hat sie schliesslich nachgelassen. So ein Effekt sei aber heimtükisch und kaum vorhersehbar. Unter diesen Umständen könne niemand dafür verantwortlich gemacht und auch kein strafrechtliches Verfahren eingeleitet werden. Die Strafuntersuchung wurde deshalb eingestellt.

(red)


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