«Niemand soll an Weihnachten alleine sein»

Im Schützenhaus in Lutzenberg ist alles bereit für ein grosses Fest
Im Schützenhaus in Lutzenberg ist alles bereit für ein grosses Fest © zVg
Anstatt im kleinen Familienkreis feiern Bea Hofer und ihre Familie jeweils mit über 20 – ihnen teils fremden – Gästen im Schützenhaus Lutzenberg. Aus einem einfachen Grund: Niemand soll Weihnachten einsam sein.

«Niemand soll Weihnachten alleine feiern müssen», sagt Bea Hofer. Und das ist keine leere Floskel: Die Lutzenbergerin organisiert seit einigen Jahren jeweils ein grosses Weihnachtsfest im dorfeigenen Schützenhaus für all jene Menschen, die niemanden zum Feiern haben.

Bea und ihre Familie veranstalten eine grosse Weihnachtsfeier

Bea und ihre Familie veranstalten auch dieses Jahr eine grosse Weihnachtsfeier (Bild: zVg)

Bekannte und unbekannte Gesichter

Die Idee, mit anderen Menschen Weihnachten zu feiern, hatte Bea Hofer schon als Kind: «Als ich noch ganz klein war, haben wir zuhause jeweils an Heiligabend das Stubenfenster geöffnet, damit das Christkind hereinkommen kann. In dieser Zeit bin ich mit meinen Geschwistern und meinem Vater jeweils spazieren gegangen. Und schon damals habe ich mir gedacht, dass es traurig wäre, wenn in den anderen Häusern jemand alleine sitzen würde.»

Deshalb laden Bea und ihre Familie Menschen, die sie teilweise nicht einmal kennen, zu einer grossen, gemeinsamen Weihnachtsfeier ein. Unter den Gästen seien aber auch viele bekannte Gesichter. «Es feiern ganz unterschiedliche Menschen mit uns. Einige von ihnen wären ganz alleine, weil sie zu ihrer Verwandtschaft keinen Kontakt mehr haben oder die Familienangehörigen weit weg wohnen. Es gibt aber auch Pärchen, die nicht so recht wissen, wie sie feiern sollten oder Familien, die einfach gerne in Gesellschaft Weihnachten feiern wollen.»

Essen, singen, Lotto spielen

Doch bei der grossen gemeinschaftlichen Weihnachtsfeier geht es nicht nur darum, gemeinsam zu essen. «Wir singen Weihnachtslieder, lesen die Weihnachtsgeschichte aus der Bibel und spielen Lotto», sagt Bea in der FM1-Sendung «Gott und d’Wält».

Die Sendung gibt es hier zum Nachhören:

(red.)


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