Nizza-Attentäter hatte offenbar Unterstützung

Trauernde legen am Tatort des Terroranschlags in Nizza Blumen zum Gedenken an die Opfer nieder.
Trauernde legen am Tatort des Terroranschlags in Nizza Blumen zum Gedenken an die Opfer nieder. © KEYSTONE/AP/CLAUDE PARIS
Der Nizza-Attentäter hatte offenbar Unterstützung bei der Vorbereitung seines Anschlags. Zudem scheint der 31-jährige Tunesier die Tat seit mehreren Monaten geplant zu haben.


Diese neuen Erkenntnisse teilte der französische Anti-Terror-Staatsanwalt François Molins am Donnerstag in Paris mit.

Bislang hatten die Ermittler nur davon gesprochen, dass der Attentäter seinen Anschlag über mehrere Tage vorbereitet habe. Die Staatsanwaltschaft eröffnete ein Ermittlungsverfahren gegen fünf Verdächtige, denen sie unter anderem Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung vorwirft.

Zwei von ihnen waren nach Erkenntnissen der Ermittler in den Tagen vor dem Anschlag mit dem Attentäter in dem gemieteten 19-Tonnen-Lastwagen. Mit diesem raste er am 14. Juli in eine Menschenmenge auf der Strandpromenade von Nizza und tötete 84 Menschen, bevor die Polizei ihn erschoss.

Der Staatsanwalt stützt sich bei den neuen Erkenntnissen auf die Auswertung von Kommunikationsdaten und Fotos. So wurden auf einem Handy von Mohamed Lahouaiej Bouhlel Bilder von zwei Feuerwerken und einem Konzert auf der Strandpromenade von Nizza im Sommer 2015 gefunden, der Fokus lag dabei jeweils auf der Menschenmenge.

Er hatte auch einen Zeitungsartikel gespeichert, bei dem es um einen Mann ging, der mit einem Fahrzeug auf eine Restaurant-Terrasse raste. Bislang war nur die Rede davon gewesen, dass er die Attacke über mehrere Tage vorbereitet habe.

(red/SDA)


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