Patienten aus Notaufnahme am Unispital Zürich nach Brand evakuiert

Ein Grossaufgebot an Rettungskräften evakuierte Patientinnen und Patienten aus einem ganzen Gebäudeteil des Universitätsspitals Zürich. Nach einem Brand hatte starker Rauch die Räume unbenutzbar gemacht.
Ein Grossaufgebot an Rettungskräften evakuierte Patientinnen und Patienten aus einem ganzen Gebäudeteil des Universitätsspitals Zürich. Nach einem Brand hatte starker Rauch die Räume unbenutzbar gemacht. © KEYSTONE/WALTER BIERI
Mehrere Patienten in der Notaufnahme am Zürcher Universitätsspital (USZ) sind am Mittwochvormittag evakuiert worden. Grund war starker Rauch nach einem Brand in der Lüftungszentrale. Ein USZ-Mitarbeiter erlitt eine leichte Rauchvergiftung.

Das Feuer brach am Mittwochvormittag aus noch ungeklärten Gründen aus. Schutz und Rettung Zürich (S+R) wurde um 10.02 Uhr alarmiert und rückte umgehend mit einem Grossaufgebot aus, wie das USZ mitteilte.

Ein Spital sei ein besonders “sensibler Bereich”, sagte S+R-Sprecherin Iris Schärer zur Nachrichtenagentur sda. Man sei aber nicht unvorbereitet in solchen Situationen. Die verschiedensten Notfall-Szenarien würden regelmässig geübt.

Die S+R-Feuerwehr sowie die USZ-Betriebsfeuerwehr vermochten den Brand rasch zu löschen. Allerdings zog Rauch in die umliegenden Räumlichkeiten: in die Notfallstation, eine Intensivstation und eine Bettenstation.

Laut dem ärztlichen USZ-Direktor Jürg Hodler war die Beeinträchtigung in der Notfallstation so stark, dass sie evakuiert werden musste. Weil allerdings vormittags im Allgemeinen nicht viel Betrieb sei in einer Notaufnahme, seien nur rund fünf Patienten betroffen gewesen, sagte Hodler. Sie wurden in andere Spitäler gebracht.

Ernsthaft gefährdet sei niemand gewesen, sagte Hodler. Ein Mitarbeiter wurde wegen einer leichten Rauchvergiftung behandelt. Ob zufällig oder im Zusammenhang mit den Vorfällen ist unklar: Ein USZ-Mitarbeiter erlitt einen Herzinfarkt

Das USZ berief nach dem Brand umgehend seinen Krisenstab zusammen, der Massnahmen einleitete. Schon ab Mittag stand im Nordtrakt 1 ein Schockraum für schwer Verletzte zur Verfügung. Rega und Ambulanzfahrzeuge wurden angewiesen, die Patienten dorthin zu bringen. Patienten, die aus eigener Kraft zur Notaufnahme kommen, werden im Trakt Rämi B behandelt.

Wenn nötig, werden Patienten direkt in die entsprechende Klinik weitergeleitet, wie Hodler sagte. Eine behelfsmässige Notfallstation wurde in einer USZ-Etage eingerichtet, die wegen eines bevorstehenden Umbaus gerade leer stand.

Nur wenn es gar nicht anders gehe, werde ein Patient in ein anderes Spital gebracht – das sei aber voraussichtlich nicht mehr nötig. Geplante Aufnahmen ins USZ und geplante Eingriffe sind trotz des Zwischenfalls nicht eingeschränkt.

Die betroffene Notfallstation könne wahrscheinlich schon ab Donnerstagmittag wieder genutzt werden, so Hodler. Voraussetzung sei, dass in der Lüftungszentrale die Reparaturen gut vorangingen. Noch unklar ist die Brandursache. Um diese zu ermitteln, werden die Spezialisten noch einige Zeit benötigen.

(SDA)


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