Obama schnorchelt im weltgrössten Meeresschutzgebiet

Obama schnorchelt im weltgrössten Meeresschutzgebiet
© KEYSTONE/AP/CAROLYN KASTER
Eine Woche, nachdem er per Dekret das weltgrösste Meeresschutzgebiet einrichten liess, ist US-Präsident Barack Obama vor Ort selbst auf Entdeckungstour gegangen. Er schnorchelte am Donnerstag mit Freunden vor dem kleinen Midway-Atoll im Pazifischen Ozean.

Das drei Flugstunden von Honululu entfernte Gebiet gehört zum Papahanaumokuakea Marine National Monument, einem riesigen Schutzgebiet vor Hawaiis nordwestlichen Inseln.

Bei seiner Ankunft auf dem Atoll wurde Obama von allen rund 40 Einwohnern begrüsst. Vor malerischer Kulisse pries der US-Präsident das «spektakuläre Ökosystem». Dieses müsse für die kommenden Generationen geschützt werden, sagte er vor Journalisten. Später schnorchelte Obama nach Angaben des Weissen Hauses mit Freunden – fernab von Journalisten.

Das Papahanaumokuakea Marine National Monument gehört seit 2010 zum UNESCO-Welterbe. Obama hatte dessen Fläche vor einer Woche um mehr als das Vierfache vergrössern und damit das grösste Meeresschutzgebiet der Erde einrichten lassen. Neben bedrohten Korallenriffen beherbergt es hunderte Tierarten, die nirgendwo sonst vorkommen, darunter eine erst dieses Jahr entdeckte Tintenfischart.

Rund 14 Millionen Seevögel haben in dem Gebiet ihre Heimstatt und nisten auf den Inseln, darunter ein 65 Jahre alter Albatros. Das Meer dort beherbergt Wale, Delfine und Haie ebenso wie gefährdete Meeresschildkröten und Mönchsrobben. Dort vorkommende Schwarze Korallen werden auf ein Alter von 4265 Jahren datiert und sind damit der älteste lebende Organismus der Welt.

(SDA)


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