Obwaldner CSP-Nationalrat Karl Vogler wehrt Angriff der SVP ab

Der bisherige CSP-Nationalrat Karl Vogler schaffte in Obwalden die Wiederwahl. (Archiv)
Der bisherige CSP-Nationalrat Karl Vogler schaffte in Obwalden die Wiederwahl. (Archiv) © Keystone
In Obwalden ist der bisherige Nationalrat Karl Vogler (CSP) erwartungsgemäss für eine zweite Amtszeit wiedergewählt worden. Sein Herausforderer Daniel Wyler, der für die SVP den vor vier Jahren verlorenen Sitz zurückholen wollte, verpasste die Wahl deutlich.

Der 59-jährige Lungerer Rechtsanwalt und Notar Vogler, der von sämtlichen Parteien ausser der SVP unterstützt wurde, holte 9911 Stimmen. Der 55-jährige Engelberger Unternehmer und Kantonsrat Wyler kam auf 5227 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 59,5 Prozent.

Der christlich-soziale Karl Vogler hatte 2007 der SVP den einzigen Obwaldner Nationalratssitz mit Unterstützung eines überparteilichen Komitees abgerungen. Vogler schloss sich danach in Bern der CVP-Fraktion an. Obwalden hat als kleiner Kanton nur einen Sitz im Nationalrat.

Bei der Ständeratswahl hat keiner der drei Kandidaten das absolute Mehr erreicht. Am besten platzierte sich der 53-jährige Quereinsteiger Erich Ettlin (CVP) mit 6754 Stimmen. Er verpasste die Wahl um 788 Stimmen. Der zweite Wahlgang ist am 15. November.

Hinter dem Steuerexperten und Wirtschaftsprüfer Ettlin platzierte sich der 46-jährige FDP-Kandidat André Windlin (4306), Gemeindepräsident und Meisterlandwirt aus Kerns. Das schlechteste Resultat erzielte SVP-Urgestein, Gipser-Unternehmer und alt Kantonsrat Adrian Halter (4023).

Obwalden hat als Halbkanton nur einen Ständeratssitz. Der bisherige Vertreter im Stöckli, Hans Hess, tritt nach 17 Jahren zurück. Der Parteilose schloss sich nach seiner Wahl der FDP-Fraktion an. Für die Wahl seines Nachfolgers schickten die drei stärksten Obwaldner Parteien CVP, SVP und FDP jeweils ein frisches Gesicht ins Rennen.

Die SP verzichtete auf eine eigene Kandidatur und sprach sich für den FDP-Kandidaten aus. Die CSP beschloss Stimmfreigabe, hielt aber den SVP-Kandidaten für nicht wählbar.

(SDA)


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