Ölförderstaaten wollen Deckelung bis Oktober vereinbaren

Wegen des Überangebots ist der Ölpreis seit 2014 massiv eingebrochen: Nun haben sich die OPEC-Staaten beim Treffen in Doha offenbar zu einer Deckelung der Förderung durchringen können (Archiv).
Wegen des Überangebots ist der Ölpreis seit 2014 massiv eingebrochen: Nun haben sich die OPEC-Staaten beim Treffen in Doha offenbar zu einer Deckelung der Förderung durchringen können (Archiv). © KEYSTONE/EPA FILE/WU HONG
Bei einem Treffen wichtiger Ölproduzenten am Sonntag in Doha könnte es doch zu einem Einfrieren der Ölfördermengen auf dem Niveau vom Januar kommen. Die Deckelung soll laut einem Entwurf für eine Einigung des Treffens zunächst bis zum 1. Oktober gelten.

Die Staaten wollen sich im Oktober erneut in Russland treffen, um die Fortschritte im Kampf gegen den niedrigen Ölpreis zu überprüfen, wie aus dem Dokument hervorgeht, das die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte. Der Ölpreis ist wegen des Überangebots seit Mitte 2014 eingebrochen. Insider äusserten sich optimistisch, dass es zu einer Einigung kommen wird.

Saudi-Arabien, Katar, Venezuela und Russland hatten sich bereits im Februar vorläufig darauf verständigt, die Ölförderung auf dem Januar-Niveau einzufrieren. Allerdings machen sie dies davon abhängig, dass sich weitere Exporteure dem anschliessen.

Vor dem Treffen standen die Zeichen zunächst nicht auf Einigung. Zwei mit der Situation vertraute Personen sagten Reuters am Samstag, der Iran werde an den Beratungen zur Deckelung der Produktion nicht teilnehmen. Der Iran hat bislang betont, er würde eine Deckelung der Ölförderung begrüssen, sich selbst aber nicht daran beteiligen.

Nachdem die meisten Sanktionen wegen des jahrelangen Atomstreits gegen die Islamische Republik gerade aufgehoben wurden, will das Land zunächst seinen Marktanteil wieder ausbauen. Analysten zufolge steht dies einer Stabilisierung des Marktes entgegen.

(SDA)


Newsletter abonnieren
1Kommentar
noch 1000 Zeichen

HTML-Version von diesem Artikel