Zu trocken, zu kalt

Der Herbst präsentiert sich dieses Jahr bisher zwar vergleichsweise kühl und trocken (Symbolbild).
Der Herbst präsentiert sich dieses Jahr bisher zwar vergleichsweise kühl und trocken (Symbolbild). © KEYSTONE/PETER KLAUNZER
Goldene Herbsttage und winterliche Temperaturen: Der Oktober hat der Schweiz dieses Jahr beides gebracht. Im langjährigen Vergleich fiel der Oktober auf der Alpennordseite zu trocken und zu kalt aus.

Zum ersten Mal seit Sommer 2013 fielen zwei Monate hintereinander zu kühl aus, wie MeteoSchweiz am Freitag mitteilte. Der Oktober lag 0,6 Grad unter der langjährigen Norm, der September 0,8 Grad.

Die Temperaturen schwankten im Oktober allerdings beträchtlich. Während der kältesten Periode Mitte Monat betrugen die mittleren Tagestemperaturen im Flachland nur noch 5 bis 7 Grad. Nur wenige Tage zuvor hatte das Thermometer im Norden noch bis zu 18 Grad angezeigt.

Während der eine oder andere angesichts der winterlichen Kälte bereits seinen Wintermantel hervorgeholt haben dürfte, blieben die Regenstiefel verstaut: Auf der Alpennordseite fiel erneut deutlich weniger Regen als üblich.

In den Bergen kam es Mitte Monat zu einem kräftigen Wintereinbruch. Innerhalb von drei Tagen fielen in Davos GR über 20 Zentimeter Neuschnee, in Arosa GR waren es gar über 30 Zentimeter.

Über viele goldene Herbsttage konnte sich die Alpensüdseite freuen. Auf der anderen Seite der Alpen präsentierte der Herbst zeitweise seine graue Seite: Die Nebeldecke löste sich teilweise während mehreren Tagen nicht auf.

Dafür präsentierten sich die Wälder in prächtigen Herbstfarben. Die Buche – der häufigste Laubbaum in der Schweiz – verfärbte ihre Blätter besonders stark Ende September und während den ersten zehn Tagen im Oktober, wie MeteoSchweiz schreibt. Die Blattverfärbung von Buche, Bergahorn, Birke und Vogelbeere habe meist zu einem normalen Zeitpunkt stattgefunden.

Die Linden hingegen waren knapp eine Woche zu früh dran, die Rosskastanien sogar zehn Tage. Wann die Blätter der Rosskastanien verfärben, hängt laut MeteoSchweiz neben den Temperaturen auch vom Auftreten eines Schädlings, der Miniermotte, ab.

(SDA)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen