Olympia befeuert Curling-Hype

Curlen die Schweizer in Pyeon Chang, lockt das auch viele Ostschweizer aufs Eis.
Curlen die Schweizer in Pyeon Chang, lockt das auch viele Ostschweizer aufs Eis. © Epa/Kimimasa Mayama
Curling ist längst keine Randsportart mehr. Die Spiele der Schweizer Curling-Teams an den Olympischen Spielen locken die Zuschauer in Scharen vor den Fernseher. Den Hype um die Sportart spüren auch die Ostschweizer Curling-Clubs. Während und nach Olympia steigen die Anfragen für Plausch- und Schlagartentrainings.

Als das Schweizer Frauen-Curling-Team an den Olympischen Spielen den Einzug in die Play-Offs verpasste, dürfte die Enttäuschung in vielen Schweizer Wohnzimmern gross gewesen sein. Die Schweizer Teams gelten als Medaillengarant und wenn die Männer und Frauen in Rot und Weiss das Eis betreten, kleben Herr und Frau Schweizer gebannt am Bildschirm. «Curling wird immer populärer. Dabei spielen die Übertragungen während Olympia sicher auch eine Rolle», sagt Gallus Kappler, Präsident des Curlingcenters St.Gallen.

Plauschtrainings sind besonders beliebt

Curling im Fernsehen zu schauen, scheint aber vielen nicht zu genügen. Während den Olympischen Spielen nehmen in vielen Ostschweizer Curlinghallen die Anfragen für Plausch- Schnuppertrainigs zu. So zum Beispiel in Weinfelden. «Wir merken, dass das Interesse während Olympia steigt», sagt Markus Fässler, Präsident der Genossenschaft Curlinghalle Weinfelden. «Besonders das Plauschcurling läuft gut.» Ähnlich tönt es beim Curling-Club Wildhaus. Dort spürt man den Hype vor allem in den Wochen nach den Olympischen Spielen. «Kurz nach den Spielen kriegen wir viele Anfragen. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Vereine oder Firmen, die ein Schnuppertraining machen wollen», sagt Clubpräsidentin Marianne Brühwiler.

«Curling ist vielen zu teuer»

Lange hält der Hype aber nicht an. Ist Olympia nicht mehr allgegenwärtig, lässt auch das Interesse nach. «Vereinzelte Gruppen lassen sich auch nach Olympia noch zum Beispiel für ein Grümpeliturnier begeistern, in den Club tritt aber kaum jemand ein», sagt Marianne Brühwiler. Gallus Kappler, vom Curlingcenter St.Gallen, hat eine Vermutung: «Curling ist nicht gerade ein billiger Sport.» Trotzdem: Beim Curlingcenter St.Gallen würden die Mitgliederzahlen steigen, der Sport sei beliebt wie noch nie, sagt Kappler. «Und die Olympischen Spiele tragen auf jeden Fall dazu bei, dass das auch so bleibt.»

(mas)


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