Opfer wurde im Schlaf erstochen

In dieser Asylunterkunft wurde ein Ägypter mit einem Messer tödlich verletzt.
In dieser Asylunterkunft wurde ein Ägypter mit einem Messer tödlich verletzt. © TVO/Roger Inauen
Am Dienstag wurde ein abgewiesener Asylbewerber in Mels angegriffen und tödlich verletzt. Bei den Bewohnern des Zentrums und in der Nachbarschaft sitzt der Schock tief.

Am Dienstagvormittag kommt es in der Asylunterkunft Heiligkreuz in Mels zur Bluttat: Der mutmassliche Täter, ein Algerier, sticht einen 39-jährigen Ägypter nieder. Der Zustand des Verletzten ist kritisch. Ein Tag später dann die Gewissheit. Der niedergestochene Ägypter ist tot.

«Spannungen sind normal»

TVO – Das Ostschweizer Fernsehen besucht die Asylunterkunft einen Tag später. Roger Hochreutener, Geschäftsführer des Trägervereins Integrationsprojekte, kann sich die Tat nicht erklären: «Wir haben ein ganz normales Gruppenverhalten hier. Klar kommt es ab und zu zu Spannungen». Doch das sei in einer Unterkunft, wo verschiedene Kulturen und Sprachen aufeinandertreffen, ganz normal. «Diese Menschen verhalten sich sehr vorbildlich und wir sind, mit Ausnahme dieses Vorfalls, sehr zufrieden mit dem Betrieb», sagt Hochreutener.

Von der Faust zum Messer

Die beiden Asylbewerber hätten das Heu nie auf der gleichen Seite gehabt, erzählt Hochreutener. Die beiden seien schon vor ein paar Wochen aneinandergeraten seien. Damals seien die Fäuste geflogen. Bewohner des Asylheimes dürfen vor der Kamera keine Stellung nehmen. Trotzdem kann TVO Details zum Tathergang in Erfahrung bringen: Der mutmassliche Täter habe auf den Ägypter eingestochen, als dieser geschlafen habe.

Was Nachbarn des Asylheimes Heiligkreuz zum Vorfall sagen, siehst du im Bericht von TVO-Reporter Roger Inauen.

(saz)


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